Billigstrom wird Ökostrom
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-Billigstrom in teueren Ökostrom umwandeln Dank EEG und KfW
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Bürgerinitiative gegen Tiefengeothermie im Brucker Holz
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Da wir uns aus Nichtexperten zusammensetzen und sich unsere Recherchen auf von uns nicht überprüfbare Quellen anderer Organisationen stützen, sind alle Angaben ohne Gewähr und sollen nur unsere Meinung und Befürchtungen zum Ausdruck bringen.

Sollten wir hier unrichtige Fakten verbreiten, sind wir um Richtigstellung bemüht.

Wir freuen uns auf ihre Kritik und Anregungen



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http://www.tiefegeothermie.de/news/strabag-und-evn-steigen-in-den-bayerischen-geothermiemarkt-ein

 

Strabag und EVN steigen in den bayerischen Geothermiemarkt ein

Laut einer Meldung des österreichischen Industriemagazins erwerben der niederösterreichische Energieversorger EVN und der Baukonzern Strabag das Projekt Bruck bei Garching in der bayerischen Südost-Molasse.

Die Übernahme und gemeinsame Kontrolle der Projektgesellschaft hat die EU-Kommission heute im vereinfachten Verfahren genehmigt, wie der Industrienazeiger mitteilt. Sie sieht darin keine oder vernachlässigbare Wettbewerbsprobleme für die Wirtschaft in der EU.

Das Projekt Bruck wurde von der Geoenergie Bayern GmbH zur Bohrreife entwickelt. Vor dem Verkauf der Geoenergie Bayern GmbH an die Gemeinde Kirchweidach, die dann in der Krichweidacher Beiteiligungs GmbH aufgegangen ist, wurde die Projektgesellschaft in die Geoenergie Bayern Verwaltungs GmbH ausgegliedert.

Die Strabag und die EVN, die Mehrheitseigentümer der RAG-Beteiligungsgesellschaft ist, wollen in Bruck Fernwärme und Strom erzeugen. Darüber hinaus sind weitere Geothermieprojekte geplant, wie der Industrieanzeiger mitteilt.

 

08.12.2016 Merkur

http://www.merkur.de/lokales/ebersberg/poing/erdbeben-in-poing-war-ausloeser-7078876.html

 

„Scherbrüche“ im Gestein verursacht

Erdbeben in Poing: Das war der Auslöser

Poing - Der Chef des Bayerischen Erdbebendienst erklärt, was das Beben ausgelöst hat und warum sich Anwohner keine Sorgen machen müssen.

Ein Erdstoß schüttelte Mittwochfrüh um 6.28 Uhr viele Poinger aus dem Bett. Schäden oder gar Verletzte gab es keine, dafür war das Beben – Messungen ergaben ein Werte von 2,1 bzw. 2,7 auf der Richterskala – viel zu schwach. Dennoch machen sich nun viele aus dem nördlichen Landkreis Sorgen, weitere Beben könnten größere Ausmaße annehmen…

 

26.08.2016   PNP

Paukenschlag am Bohrloch

 

Für einen Millionenbetrag übernimmt die Gemeinde Kirchweidach die Geoenergie Bayern Gmbh

Nur für die Fernwärmeversorgung wird das im Ortsteil Erdlehen gewonnene Tiefenwasser bislang genutzt. Das einstige Primärziel einer Stromgewinnung wartet dagegen bis heute auf seine Umsetzung.

Kirchweidach. Lange hat sich nichts getan, jetzt greift die Gemeinde selbst ein: Wie gestern bekannt wurde, übernimmt Kirchweidach über eine Tochtergesellschaft die Geoenergie Bayern GmbH. Für einen Millionenbetrag will die Kommune das finanziell glücklos agierende Geothermie-Unternehmen auffangen und die eigene Fernwärmeversorgung sichern. Die einst großspurigen Pläne von einem großen Erdwärmekraftwerk dürften damit begraben sein.

Per Presseerklärung teilten Gemeinde und Unternehmen gestern mit, dass die Kirchweidacher Energie GmbH (KiwE), eine hundertprozentige Tochter der Kommune, alle Anteile der Geoenergie Bayern GmbH übernommen hat. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Nach Informationen der Heimatzeitung aber geht es um eine Millionensumme.

Die Geoenergie Bayern ist zu 50 Prozent für das Geothermie-Bohrloch im Ortsteil Erdlehen verantwortlich und damit anteilig auch für die Erdwärmeversorgung der Gemeinde und der Tomatenzucht. Die zweite Hälfte der fürs Bohrloch zuständigen Geoenergie Kirchweidach GmbH hält die Regensburger FG.de-Gruppe. Sie war es insbesondere, die beim Startschuss der ersten Bohrungen vor sechs Jahren die große Werbetrommel rührte und Goldgräberstimmung verbreitete. Von mindestens 50 Millionen Euro an Investitionen bis 2013 war die Rede.

Tatsächlich wartet das Kraftwerk bis heute auf seinen Bau. Zu dubiosen Geschäften einer Investmentfirma im Hintergrund kamen Bohrprobleme. Zwar konnte die Gemeinde 2015 die erste Fernwärme für sich abzweigen, auch wird die Tomatenzucht seit Jahren damit versorgt, doch das Primärziel der Stromerzeugung ist ein Wunschtraum geblieben.

Ob es dieser Mangel ist, der die bisherigen Eigentümer der Geoenergie Bayern zum Verkauf bewogen hat, ist offen. Bereits im vergangenen Jahr hat der Londoner HedgeFonds BlueCrest angekündigt, sich insgesamt stärker aus Beteiligungen zurückzuziehen. Man habe daraufhin unverbindlich angefragt, ob ein Verkauf des Geoenergie-Unternehmens angedacht sei, erklärt Marcus Hansen, Geschäftsleiter der Gemeinde Kirchweidach und KiwE-Geschäftsführer. Die Reaktion aus London war positiv.

Warum die Gemeinde überhaupt auf die Idee kam, ein Unternehmen aufzukaufen, hat Hansen zufolge vor allem mit der Sicherstellung der Erdwärmeversorgung zu tun. Zudem habe sich die Chance geboten, bei der künftigen Nutzung des Bohrlochs ein gewichtiges Mitspracherecht zu bekommen.

Mit dem Kauf wird aus der Geoenergie Bayern die Kirchweidacher Beteiligungsgesellschaft. Sowohl der bisherige Geschäftsführer Bernhard Gubo als auch die einzige weitere Angestellte des Unternehmens haben Auflösungsverträge erhalten. Beide verlassen die Firma in absehbarer Zeit. Neuer Geschäftsführer wird Marcus Hansen. Der Sitz des Unternehmens soll von Regensburg nach Kirchweidach verlegt werden. Trotzdem bleiben in der Domstadt Büroräume erhalten, schließlich sitze auch die Geoenergie Kirchweidach GmbH, an der die Gemeinde jetzt über den Neukauf 50 Prozent hält, dort, so Hansen.

Unklar ist, wie es mit den Kraftwerksplänen weitergeht. Zwar wird Bürgermeister Johann Krumbachner in der gestrigen Pressemitteilung damit zitiert, dass der Weg für ein Kraftwerk jetzt frei sei, zugleich betont Marcus Hansen aber auch, dass es bislang keine konkreten Pläne gebe. Man werde dem neuen Partner FG.de signalisieren, dass gemeindlicherseits zumindest Interesse bestehe. So werde über die Fernwärme bislang nur ein kleiner Teil der zur Verfügung stehenden Energie genutzt, der Rest liege brach. Ein Kraftwerk mache da auf jeden Fall Sinn, so Hansen. Wobei ihm zufolge wohl nur eine deutlich kleinere Anlage als ursprünglich angekündigt in Frage kommt. Möglicherweise etwas im Bereich zwischen ein und zwei Megawatt Leistung.

Offen ist noch eine weitere Frage: Wie geht es mit den anderen Projekten der Geoenergie Bayern weiter, etwa den geplanten Kraftwerken in Garching und Tittmoning? Wie erst seit gestern bekannt ist, sind die Vorhaben bereits zu Jahresbeginn von der Geoenergie Bayern in eine neue Gesellschaft ausgegliedert worden. Zwar teilte Noch-Geschäftsführer Bernhard Gubo gestern mit, dass man sich durch den Verkauf jetzt "mit voller Kraft auf die Folgeprojekte konzentrieren" könne, doch bleibt die Frage, wie die vom einzig halbwegs realisierten Projekt in Kirchweidach abgeschnittene Neu-Gesellschaft die erst in den Startlöchern stehenden Vorhaben finanzieren will. − ckl

 

PNP   2.Mai.2016 Garching Alz    

Auszug aus der Bürgerversammlung

 

Zur Geothermie in Kirchweihdach sagte Bürgermeister Mende

„Die wirtschaftliche Seite ist mir schleierhaft.

Mit der Förderleistung  gibt es technische Probleme.

Derselbe Investor sucht Abnehmer in Garching für die Wärme.

Die Gemeinde soll für 15 Millionen Euro ein Fernwärmenetz bauen“

Davon zeigte sich der Bürgermeister nicht begeistert und meinte ,

Garching könne zuschauen bis die Probleme in Kirchweihdach gelöst seien.

„Uns läuft nichts davon.“

 

 

Süddeutsche Zeitung  20. April 2016, 17:36 Uhr

Energieversorgung in Sauerlach

 

Biomasse statt Geothermie

 

Die Tiefengeothermie ist eine Technik mit Risiken. Die Anlage der Stadtwerke München in Sauerlach kämpft mit ähnlichen Problemen wie andere Anlagen im Landkreis. Zum Jahreswechsel fiel eine Pumpe aus.

Weil die Pumpe der Stadtwerke München immer wieder ausfällt, müssen die Sauerlacher oftmals mit Fernwärme aus dem gemeindeeigenen Heizwerk auskommen. Der Ausbau des Netzes stockt....

 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/energieversorgung-in-sauerlach-biomasse-statt-geothermie-1.2958767

 

 Süddeutsche Zeitung  14. Februar 2016, 14:25 Uhr

Geothermie Unterhaching Der Spaltpilz

 

Die Geothermieanlage in Unterhaching produziert nicht nur Wärme, sondern auch Strom. Manche halten genau das für den Geburtsfehler.

Die einst als Gelddruckmaschine gefeierte Geothermie-Anlage ist in Unterhaching hoch umstritten.

 

Von Michael Morosow

Dass der Erfolg des Unterhachinger Geothermie-Projekts vor zwölf Jahren die ganze Branche im Land befeuert hat, wird von niemandem bezweifelt. Wie Pilze schossen danach die Bohranlagen aus dem Boden, allzumal im Landkreis München, zum Beispiel in Grünwald. Ausgerechnet im Lager der Pioniere kühlt nun die anfängliche Begeisterung für die Strom- und Fernwärme-Anlage bei einigen Gemeinderäten spürbar ab. Grund für den Stimmungswechsel: Das einstige Vorzeigeprojekt hängt immer noch am Tropf der Gemeinde und verschlingt Jahr für Jahr Millionenbeträge, und das selbst nachdem sich die Gemeinde Grünwald 2014 mit 23,5 Millionen Euro bei den Unterhachingern eingekauft hatte und diese somit den Schuldenberg verringern konnten.

 

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/landkreismuenchen/unterhaching-der-spaltpilz-1.2861592

 

 

PNP 22.08.2015

Im zweiten Anlauf soll alles besser werden

Bergamt gibt grünes Licht für Geothermie-Bohrung bei Garching – Geschäftsführer: "Haben dazugelernt" – Anlieger ziehen erneut vor Gericht

Garching. Mehr Lärmschutz, neue Bohrköpfe, Infogespräche – geht es nach GEOenergie-Geschäftsführer Bernhard Gubo, dann soll in Garching alles besser laufen. Besser als in Kirchweidach, wo die Geothermie anfangs vor allem mit Pannen auf sich aufmerksam machte. Und besser auch als beim ersten Anlauf in Garching selbst, der vor Gericht ein Ende fand. Leicht werden dürfte es für Gubo allerdings nicht, auch wenn sein Vorhaben gerade eine wichtige Hürde genommen hat.

Vergangene Woche hat das Bergamt grünes Licht für die Bohrungen in Bruck gegeben. Die Suche nach heißem Wasser in 3700 Meter Tiefe kann damit theoretisch beginnen. Auch hält Gubo den Bauvorbescheid des Landratsamtes für das geplante Kraftwerk in Händen. Die Planung "nimmt wieder Fahrt auf", verkündet der Geschäftsführer vor diesem Hintergrund optimistisch.

Seit Jahren schon will die Regensburger GEOenergie Bayern in Bruck analog zu Kirchweidach heiße Quellen für ein Fernwärmenetz und ein Kraftwerk nutzen. Ähnlich wie am Nachbarstandort rechnet Gubo mit knapp 130 Grad heißem Wasser. Und das in einer Menge, die für bis zu 55 Megawatt thermische Leistung reicht.

Anläufe für eine Umsetzung scheiterten zuletzt am Widerstand von Anliegern, die eine "Bürgerinitiative Brucker Holz" gegründet hatten und gegen einen ersten Vorbescheid vors Verwaltungsgericht gezogen waren. Die Richter forderten 2013 ein detaillierteres Lärmgutachten. Daraufhin zog die GEOenergie den ersten Antrag zurück und reichte einen neuen ein.

In diesem ist Gubo zufolge deutlich nachgebessert worden, gerade, was den Lärm betrifft. Man plane mit einem leiseren Lüftertyp und nehme zusätzlich "einen mittleren bis höheren sechsstelligen Betrag" in die Hand, sagt er.

Auch sonst will Gubo dafür sorgen, dass dem Garchinger Projekt die Kirchweidacher Pannenserie erspart bleibt. Die hatte es dort vor allem während der Bohrarbeiten gegeben. Mittlerweile ist zwar das Fernwärmenetz der Gemeinde in Betrieb. Auch feiert die Kommune mit der Ansiedlung des Gewächshausbetriebes Steiner Erfolge. Das eigentliche Herzstück des Projekts aber – das Kraftwerk – lässt weiter auf sich warten.

"Wir haben dazugelernt", versichert Gubo mit Blick auf Garching. So sollen in Bruck Bohrköpfe eines anderen Herstellers zum Einsatz kommen. Zudem würden alleine schon die hinter der GEOenergie steckenden Gesellschafter in London penibel darauf achten, dass Garching zu keinem zweiten Kirchweidach wird.

An den Bedenken der Anlieger dürfte das nur wenig ändern. Sie argumentieren mit möglichen Mikro-Erdbeben und Gebäudeschäden infolge der Bohrungen, mit giftigen Chemikalien, Risiken für Grund- und Trinkwasser, mit nächtlichen Arbeiten und Gefahren für den benachbarten B299-Verkehr. Er sei kein vehementer Geothermie-Gegner, sagt ein Anwohner, "aber das hier ist die falsche Stelle" – zumal Bruck für ein wirtschaftliches Fernwärmenetz zu weit vom Ort entfernt liege.

Um dieses genauer unter die Lupe zu nehmen, hat die Gemeinde eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis ist zweideutig, wie Bürgermeister Christian Mende sagt: "Das kann man so oder so interpretieren, je nachdem, welches wirtschaftliche Risiko man eingehen will." Wie viel ein Fernwärmenetz im Garchinger Fall kosten würde, müsste erst noch untersucht werden. Jedoch geht Mende von einem zweistelligen Millionenbetrag aus.

Dabei ist es mit Fernwärme allein nicht getan. Bernhard Gubo zufolge macht der Geothermie-Betrieb auf Dauer nur Sinn, wenn auch ein Kraftwerk gebaut wird. Aus diesem Grund habe man auch in Kirchweidach die Pläne noch nicht aufgegeben und hoffe, in Kürze entscheidende Schritte hin zu einer gut zwei Megawatt leistenden Anlage machen zu können. Offen ist, wo das Geld dafür und auch für die geplante Garchinger Anlage herkommen soll. Alleine Bruck würde Gubo zufolge auf rund 50 Millionen Euro kommen.

Für die Anlage geht er mittlerweile von einem Fünf-Megawatt-Kraftwerk aus. Anfangs war noch von 6,5 MW die Rede gewesen. Man sei bei den Planungen einfach vorsichtiger geworden, sagt der Geschäftsführer dazu.

Gebohrt wird frühestens im Frühjahr. Zuvor soll es noch Infoveranstaltungen geben, um mit den Anwohnern in Kontakt zu bleiben. Von denen liegen erneut Klagen gegen den Bauvorbescheid vor. Nach wie vor sehen sie unverantwortlich große Risiken in einem Kraftwerksbau.

Zumindest was die Bohrungen angeht, ist das Bergamt Südbayern anderer Meinung. Zwar hat es seine Bohrgenehmigung mit einer Vielzahl an Auflagen versehen. So dürfen beispielsweise keine wassergefährdenden Mittel gelagert werden. Auch müssen seismische Messungen durchgeführt werden und es gilt sicherzustellen, dass es zu keinerlei Austausch zwischen den einzelnen Grundwasserschichten kommt. Viele weitere Bedenken aber hält die Behörde für unbegründet. Mikro-Erdbeben seien angesichts der hiesigen Geologie nicht zu erwarten, ebenso wenig Gasaustritte. Und einen "Anspruch auf unveränderten Erhalt der bestehenden Umgebung einer Immobilie" gebe es ohnehin nicht. Wer letztlich Recht behalten wird, wird wohl abermals ein Gericht entscheiden müssen

http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/altoetting/1783607_Im-zweiten-Anlauf-soll-alles-besser-werden.html?em_cnt=1783607

 

Genehmigung für Bohrarbeiten in Garching an der Alz erteilt

21. August 2015

 

Nach der Erteilung der Bauvorbescheides hat das Bergamt Südbayern jetzt den Bohrplatzbau und die Bohrarbeiten für das Geothermieprojekt in Garching an der Alz genehmigt, wie der Projektentwickler geoenergie Bayern in einer Pressemeldung mitteilte.

Der positive Bauvorbescheid für das Geothermieprojekt der Firma geoenergie Bayern aus Regensburg wurde schon im Mai vom Landratsamt Altötting erlassen. Der Bauvorbescheid prüft die planungsrechtliche Genehmigungsfähigkeit des Bohrplatzes für den Bau und Betrieb eines Kraftwerkes. Grundlage hierfür waren intensive naturschutzfachliche, forstwirtschaftliche und immissionsschutzfachliche Untersuchungen. Der Bauvorbescheid war jedoch auch mit zahlreichen Auflagen verbunden.

Der Gemeinderat von Garching an dere Alz hatte schon im Vorfeld die Planungen für das geothermische Vorhaben abgesegnet. Positiv wirkten sich vor allem die Nachbesserungen, die zu deutlichen Reduzierungen im Schallbereich führten, aus. "Mit erheblichem finanziellem Mehraufwand wurden nun Kraftwerkskomponenten eingeplant, die den Belangen der anwohnenden Nachbarn ein großes Stück näher kommen", betont Bernhard Gubo, Geschäftsführer der Geoenergie Bayern. Doch trotz dieser Maßnahmen haben drei Anwohner gegen die Erteilung der Bauvorgenehmigung beim zuständigen Verwaltungsgericht Klage erhoben.

In der letzen Woche wurde der 2013 gestellte Antrag auf Zulassung des Bohrplatzbaus und Durchführung der Bohrarbeiten vom Bergamt Südbayern bei der Regierung von Oberbayern genehmigt. „Mit den beiden erteilten Genehmigungen können wir nun unsere derzeit schon laufenden Finanzierungsgespräche für das Geothermie-Projekt hoffentlich bald zum Abschluß bringen“, wird Gubo in der Pressemitteilung zitiert. Für 2015 sind keine weiteren Arbeiten am vorgesehenen Bohrstandort geplant. Gubo versicherte, dass vor Beginn konkreter Arbeiten die Bürger von Garching an der Alz im Rahmen von weiteren Informationsveranstaltungen informiert werden.

Geplant ist neben einem Kraftwerk auch eine Fernwärmenutzung in Garching an der Alz zu realisieren. Laut Gubo gebe es hier schon fortgeschrittene Gespräche mit einem erfahrenen Investor, aber, so Gubo, habe darüber natürlich die Gemeinde zu entscheiden, ob ein solches Vorhaben bei den Bürgern auf Akzeptanz stoßen würde. Erste Planungen zeigen, daß der Wärmepreis für die Garchinger Bürger im Vergleich zu den derzeit sehr günstigen konventionellen Energieträgern wettbewerbsfähig sein wird. Hier hat geoenergie Bayern mit der Wärmeauskopplung in Kirchweidach und dem Verkauf an die Kirchweidacher Energie GmbH schon gute Erfahrungen gemacht.

Für das Geothermieprojekt in Garching an der Alz sind am Standort Bruck zwei Bohrungen mit Tiefen von 3.700 Meter und Bohrlochlängen von knapp 5.000 Meter vor, die im Zeitraum eines Jahres fertiggestellt werden könnten. Mit der Förderbohrung soll bis zu 150 L/s mit einer Temperatur von 124 °C gefördert und nach der Nutzung der Wärme mit einer Temperatur von 35 bis 45 °C über die zweite Bohrung wieder ins Reservoir zurückgeführt werden. Durch die Rückführung des abgekühlten aber unbehandelten Thermalwassers wird die über Generationen geplante nachhaltige Energiegewinnung gewährleistet werden. Geplant ist eine Entnahme von bis zu 55 Megawatt thermischer Leistung, die so viel Energie bereitstellen würde, um nicht nur ganz Garching mit Wärme zu versorgen sondern auch noch in einem Kraftwerk von bis 5 Megawatt elektrischer Energie Strom zu produzieren.

Bei positiver Umsetzun des Projektes gäbe es am Standort des Betonfertigteilewerkes HaBa die Möglichkeit noch eine zweite Dublette auf dem Aufsuchungsfeld zu realisieren. (js)

Quelle: 

Pressemitteilung geoenergie Bayern

 

http://www.tiefegeothermie.de/news/genehmigung-fuer-bohrarbeiten-in-garching-an-der-alz-erteilt

14.08.2015  Regierung  Oberbayern

Hauptbetriebsplanzulassung Bruck

GT1 26 3909 054-L-1970

 

Vollzug des Bundesberggesetz und der Wassergesetze; GEOenergie Bayern GmbH, Regensburg; Geothermiebohrung „Bruck GT1“, Gemeinde Garching a.d. Alz; Hauptbetriebsplan zur Herrichtung des Bohrplatzes, für das Abteufen der Bohrung „Bruck ...

 

http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/imperia/md/content/regob/internet/dokumente/bereich2/sg_26/planfeststellungen/bruck/hauptbetriebsplanzulassung_bruck_gt1_26_3909_054-l-1970.pdf

 

 

börse.ARD.de

 

Anleger Aufgepasst!!!

 

„Sprudelnde Renditen - Versickern Millionen im Erdreich?“

 

http://multimedia.boerse.ard.de/sprudelnde-renditen

 

22.06.2015   Der Tagesspiegel

 

Wie der Mensch Erdbeben auslöst

Gasförderung und Geothermie bringen den Boden zum Zittern

 

Wenn Wasser in die Erde gepumpt wird, um etwa Öl zu fördern oder Erdwärme zu nutzen, können Erdbeben ausgelöst werden…

 

http://www.tagesspiegel.de/wissen/wie-der-mensch-erdbeben-ausloest-gasfoerderung-und-geothermie-bringen-den-boden-zum-zittern/11947440.html

 

 

14.06.2015

 

Trotz massiver technischer Probleme bei Stromerzeugungsanlagen dieser Größenordnung, treibt die Geoenergie Bayern das Genehmigungsverfahren zum Bau des Stromkraftwerks voran.

 

Es gibt bisher weder eine Bohrgenehmigung vom Bergamt München, noch eine finanziell realisierbare Versorgungmöglichkeit für die Fernwärme der Garchinger Haushalte.

Warum dieser Standort dann noch zwingend notwendig ist, ist fraglich.

Es ist allen Anwohnern des Geothermie Projekt Bruck ein Rätsel wieso das Landratsamt Altötting überhaupt einen Vorbescheid erteilt. Im Wesentlichen ist das mit 6,5MW geplante Stromkraftwerk,  wie die ursprünglich geplante Vergleichsanlage in Kirchweihdach konzipiert. Dieses kann aber laut Herrn Gubo aufgrund der „nicht gänzlich ausgereiften Pumpentechnik“ nicht wie erwartet umgesetzt werden.

 

http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_altoetting/burgkirchen_garching/1546899_Geothermie-Kirchweidach-Nur-Kleinanlage-statt-Grosskraftwerk.html 

 

Geo_Kirchweihdach.pdf
PDF-Dokument [2.3 MB]

 

 

20.05.2015

 

Das Landratsamt Altötting  schickt wieder an einzelne  Anwohner bindende Vorbescheid zum Bauvorhaben "Errichtung eines Geothermiekraftwerkes".

 

Diese einzelnen Anwohner haben 1 Monat Zeit vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht München Einspruch einzulegen, machen sie das nicht , ist diese Genehmigung  für immer erteilt.

Die Akteneinsicht  für dieses höchst umfangreiche Genehmigungsverfahren kann nur im Landratsamt eingesehen werden, Kopien sind nicht erlaubt. Erst wenn Einspruch eingelegt wurde, können sie Kopien der Unterlagen verlangen und diese auch lesen.

Alle anderen betroffenen Anwohner haben keine Möglichkeit gegen den Vorbescheid Einspruch zu erheben.

Das Bergamt München hat bis heute noch keine Bohrgenehmigung für das geplante Projekt  erteilt !!!

 

 

Kirchweidach  |  02.01.2015  |  PNP

 

Geothermie Kirchweidach:

Nur Kleinanlage statt Großkraftwerk

 

Kraftwerksbau bis voraussichtlich Dezember 2012: Längst ist der immer noch auf dem Projektschild zu lesende Zeitplan überholt. Die stetigen Probleme mit der Technik haben die Verantwortlichen jetzt zu der großen Planänderung bewogen.

Eigentlich sollte es längst fertig sein und Strom für mehrere tausend Haushalte produzieren. Doch von einem Geothermiekraftwerk nahe Kirchweidach (Lkr. Altötting) ist weiter nichts zu sehen. Zwar soll 2015 endlich Bewegung in die Sache kommen, vom angedachten Großprojekt aber haben sich die Verantwortlichen verabschiedet. Die vorerst geplante Anlage wird gerade mal ein paar Prozent der anfangs gemeldeten Leistung bringen.

Rund 70 Millionen Euro hätten in Erdlehen nahe Kirchweidach investiert werden sollen. Ein mit heißem Erdwasser betriebenes 6700-Kilowatt-Kraftwerk wollte das Firmenkonsortium rund um die Regensburger Geoenergie Bayern GmbH errichten. Schon 2013 hätte es ans Netz gehen und Strom für umgerechnet 10000 bis 20000 Haushalte produzieren sollen.

Die neuen Pläne fallen indes deutlich zurückhaltender aus. Wie Geschäftsführer Bernhard Gubo auf Anfrage erklärt, sei vorerst nur eine kleine Anlage mit 500 Kilowatt geplant. Im Herbst soll sie ans Netz gehen. Dass vom einst groß angekündigten Kraftwerk bis auf weiteres nur eine Miniversion übrig bleibt, begründet Gubo mit der "nicht gänzlich ausgereiften Pumpentechnik". Größere Pumpen mit über 120 Litern Förderleistung pro Sekunde, wie sie in Kirchweidach benötigt würden, seien noch zu störanfällig.

 

http://www.pnp.de/region_und_lokal/landkreis_altoetting/burgkirchen_garching/1546899_Geothermie-Kirchweidach-Nur-Kleinanlage-statt-Grosskraftwerk.html

29. August 2014  Süddeutsche.de

Vaterstetten/Grasbrunn Geothermie ist gescheitert

 

Nachdem es ihm nicht gelungen ist, eine Versicherung für die 25 Millionen Euro teure Bohrung abzuschließen, steigt der Investor aus dem Erdwärmeprojekt für Vaterstetten, Grasbrunn und Zorneding aus.

Von Wieland Bögel

Nun ist offiziell, worüber schon länger spekuliert wurde: Das interkommunale Geothermieprojekt kann nicht fortgesetzt werden. Der Investor, ein Konsortium aus der Projektentwicklungsgesellschaft Geysir-Exorka und der Bohrfirma Daldrup & Söhne AG, teilte den drei beteiligten Gemeinden nun mit, dass er sich aus dem Vorhaben zurückziehen werde. Grund ist, dass es nicht gelungen ist, einen Versicherer zu finden, der das Risiko einer Fehlbohrung abdeckt. Viel länger nach einem Versicherer zu suchen, ist nicht möglich. Denn bereits im September müsste die Bohrung beginnen, sonst läuft die Aufsuchungserlaubnis aus.

Seit einem Jahr gibt es bereits Spekulationen über das bevorstehende Scheitern des Tiefenwärmeprojekts von Vaterstetten, Grasbrunn und Zorneding. Knapp sechs Monate, nachdem die Gemeinden nach gut sieben Jahren erfolgloser Suche Anfang 2013 endlich einen Investor und einen konkreten Zeitplan präsentieren konnten, war die Euphorie in den Rathäusern deutlich abgekühlt.

War man im Januar vorigen Jahres noch davon ausgegangen, dass sich Mitte 2014 die ersten Bohrer in die Erde senken könnten, hieß es im Juli 2013 aus dem Vaterstettener Rathaus, damit sei "nicht in absehbarer Zeit" zu rechnen. Schon damals gab der Investor zu, er habe Schwierigkeiten, einen Versicherer zu finden, zeigte sich aber optimistisch, dass dieses Problem zu lösen sei. Auch der Zeitplan sei einzuhalten, hieß es seitens der Geldgeber, die beteuerten: Binnen eines Jahres könnten die Bohrungen starten.

Anfang 2014 kam ein weiterer Rückschlag. Offenbar gab es neue Zahlen zur Rentabilität des Vorhabens. Demnach seien die Kosten für den Bau des Leitungsnetzes weit höher, die erwartbaren Erträge indes weit niedriger als gedacht. Als Gründe dafür gelten der stetig sinkende Heizwärmebedarf von immer besser gedämmten Neubauten und die geringe Zahl an Großabnehmern in den drei Gemeinden.

Dass dies auch ein Grund für die Zurückhaltung der Versicherer war, ist nicht unwahrscheinlich. Zumindest hatten diese offenbar Zweifel daran, dass das Tiefenwasser zwischen Vaterstetten und Grasbrunn für den rentablen Betrieb eines Heiznetzes warm genug ist. Je kälter das Wasser, desto weniger Nutzer lassen sich versorgen und um so geringer fällt die Rentabilität am Ende aus. In einem Schreiben an die drei Gemeinden erklärt die Investorengruppe, es sei problematisch gewesen, sich im Bereich der "Temperatur-Fündigkeit" zu versichern, also gegen das Risiko, zwar genügend, aber zu kaltes Wasser zu finden. Alleine könne man dieses Risiko - vorläufigen Schätzungen zufolge kostet die Bohrung etwa 25 Millionen Euro - nicht tragen, so der Investor weiter. Daher müsse man die Verhandlungen über das Projekt einstellen, wünsche den drei Gemeinden bei dessen Fortgang aber "viel Glück".

Besonders glücklich ist man dort verständlicherweise nicht. Der Rückzug des Investors "kam überraschend", sagt Grasbrunns Bürgermeister Klaus Korneder (SPD). Schließlich hätten sich die Bürgermeister und die Investoren noch vor wenigen Wochen miteinander besprochen, ein Scheitern des Projekts sei da nicht Thema gewesen, so Korneder.Auch sein Vaterstettener Amtskollegen Georg Reitsberger (FW) hatte bis zuletzt gehofft, dass sich die Geothermie noch umsetzen lässt, auch wenn dies in den vergangenen eineinhalb Jahren immer unwahrscheinlicher geworden war. Nun gelte es, Alternativen zu finden, so Reitsberger, etwa den Aufbau von Wärmenetzen, die von lokalen Blockheizkraftwerken versorgt würden. Einen ersten Schritt dazu, nämlich Pläne für sogenannte "Wärmeinseln", hatte die Großgemeinde bereits auf der Bürgerversammlung im Mai vorgestellt. Dies sind kleinere Nahwärmenetze, die etwa das geplante Schulzentrum oder das neue Baugebiet Vaterstetten Nordwest versorgen könnten.Dass die Geothermie nach dem Ausstieg des Investors nun komplett vom Tisch ist, darauf möchte man sich zumindest in Grasbrunn noch nicht festlegen. Zwar spricht sich Korneder dagegen aus zu versuchen, die Aufsuchungserlaubnis erneut zu verlängern, schließt aber nicht aus, in einigen Jahren eine neue zu beantragen. Denn langfristig sei Erdwärme eine sehr interessante regenerative Energieform. Vielleicht ergebe sich einmal wieder die Gelegenheit, diese zu nutzen. Ganz ausschließen will man das zwar auch in Vaterstetten nicht, "aber", sagt Reitsberger, "im Moment ist das nicht darstellbar".

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/ebersberg/vaterstettengrasbrunn-geothermie-ist-gescheitert-1.2109130

09.08.2014 merkur-online.de

 

Umweltminister greift in Trickkiste

Bayern verbietet Fracking komplett

 

München - Mit einem Trick verbietet Bayern das unkonventionelle Fracking komplett. In einem Brief hat Umweltminister Marcel Huber (CSU) Regierungen und Wasserwirtschaftsämter angewiesen, keiner dieser Fracking-Bohrungen die wasserrechtliche Erlaubnis zu erteilen.

 

Das Schreiben liegt unserer Redaktion vor. Huber begründet im Interview seinen harten Kurs. beim Thema Fracking. Er ermahnt zudem auch die CSU, sorgsam mit Konflikten zwischen Umwelt- und Naturschutz umzugehen.

Die Bundesregierung steuert auf ein Fracking-„Moratorium“ zu. Ist Ihnen das zu Wischi-waschi? 

Ja. Die Eckpunkte des Bundes gehen in die richtige Richtung, genügen mir aber nicht.

Sie wollen eine klare Linie Bayerns: Kein Fracking, nirgendwo? 

Deutschland steht in dieser Frage nicht einheitlich da. Mehrere Bundesländer sind für das Fracking, auch in der Union gibt es Befürworter wie den CDU-Wirtschaftsflügel. Wir in Bayern stehen klar auf der Bremse. Solange ich Umweltminister bin, wird es Fracking unter Einsatz von Giftstoffen in Bayern nicht geben. Fracking ist eine Technologie, die ein Restrisiko beinhaltet. Das konnte noch kein Wissenschaftler ausräumen.

Sind auch Probebohrungen verboten?

Ja, solange das mit toxischen Substanzen verbunden ist. Ich will nicht, dass ein Giftcocktail in den Boden verpresst wird, der ins Trinkwasser geraten könnte. Die Wissenschaft darf gerne nach Methoden ohne toxische Substanzen forschen. Ich habe die Verantwortung, mich hier zu Wort zu melden.

Manche auch in Ihrer Partei klagen, dieser Kurs bremse Innovationen. 

Es geht um eine Güterabwägung. In diesem Fall ist das Gut „sauberes Trinkwasser“ so überragend wertvoll, dass ich Nein sage. Jede Bohrung braucht zwingend eine wasserrechtliche Bewertung. Und die wird in Bayern für Fracking immer negativ ausfallen – ganz klar und ohne Zweifel. Ich habe die zuständigen Behörden heute entsprechend angewiesen…

http://www.merkur-online.de/aktuelles/politik/bayern-verbietet-fracking-komplett-3765701.html

 

Wirtschaftlichkeit

Aus für Geothermie

Geoenergie Bayern verabschiedet sich von Projekt in Utting


Bürgermeister Josef Lutzenberger hat in der jüngsten Uttinger Gemeinderatssitzung das endgültige Aus für die Geothermie-Pläne der Geoenergie Bayern für Utting bekannt gegeben. Der Gemeindechef las ein entsprechendes Schreiben von Geschäftsführer Bernhard Gubo vor. Schon vor einiger Zeit hatte sich abgezeichnet, dass das Unternehmen den Bau eines Kraftwerks in Utting nicht so schnell umsetzen wird. Im vergangenen Sommer hatte Gubo ebenfalls in einem Brief darüber informiert, dass man die Entwicklung bei den Stromeinspeisepreisen abwarten wolle.

Jetzt gibt Gubo bekannt, dass Geoenergie Bayern das Projekt in Utting für nicht mehr wirtschaftlich hält und sich auf Standorte im Landkreis Altötting und Traunstein konzentrieren will, wo die Entwicklung schon weiter gediehen ist.

Gubo will hinsichtlich der Bergrechte mit dem Bergamt demnächst Gespräche führen und hofft darauf, dass sich ein neuer Interessent für das Projekt Geothermie in Utting findet.

Die Gemeinde war entschlossen, angesichts der Dimension der geplanten Anlage ein Ratsbegehren durchzuführen. Die Pläne von Geoenergie Bayern waren aber nie konkret genug geworden, als dass die Gemeinde den Bürger befragen wollte. Geoenergie Bayern hatte 2008 mit den Erkundungen im Bereich Utting, Schondorf und Finning begonnen und Chancen auf die Nutzung von Tiefenwasser gesehen. Mehrere Bohrstellen auch Richtung Hechenwang wurden anvisiert. Anfangs war ein Kraftwerksstandort neben dem Uttinger Gewerbegebiet angedacht, dann stand die Flur Ruppertsau in Höhe des Reichhofs zur Debatte. Hier regte sich Widerstand seitens der Landwirte. (smi)

Augsburger-Allgemeine: www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Aus-fuer-Geothermie-id29517141.html


16. April 2014 Baden TV

Geothermie in Landau: Fronten bleiben verhärtet

Landau (pm/pas) Die Fronten im Streit um die Zukunft der Geothermie in Landau und die Ursachenforschung zu den aktuellen Bodenhebungen bleiben verhärtet. In einer Pressemitteilung bezeichnet Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer jüngste Äußerungen des Bundesverbandes Geothermie und des Wirtschaftsforums Geothermie als “völlig unangemessen”. In einer Erklärung hatten die Geothermie-Lobbyisten die rasche Ursachenforschung dem Betreiber Geox zu Gute gehalten.

“In einem von der Stadt Landau initiierten Fachgespräch beim Landesamt wurden vier mögliche Ursachen der Erdanhebungen benannt und die entsprechenden Aufträge vergeben”, so Schlimmer. Ein anschließend von Geox vorgelegtes Gutachten habe vielmehr das Geothermiekraftwerk als Ursache der Erdanhebungen und Verschiebungen schlicht und einfach ausgeschlossen. Die Tagung der Expertengruppe mit Vertretern der Stadtverwaltung und des Landesamtes hingegen habe das Kraftwerk als Verursacher erkundet.

Derzeit laufen noch die Untersuchungen.

Mit Nachdruck unterstrich der Oberbürgermeister in seiner Stellungnahme nochmals die Forderung nach einer Stilllegung des Kraftwerks: “Erdbeben, Erdanhebungen und deutliche Verschiebungen sowie Gefahren für das Grundwasser sind genug Lasten, die wir zu tragen hatten. Dies sollten die Betreiber des Kraftwerks verstanden haben und auf den Standort Landau endgültig verzichten.”

 

http://www.baden-tv.com/geothermie-in-landau-fronten-bleiben-verhaertet-36841/#.U0-xDvVQFc4

Video

http://www.baden-tv.com/mediathek/video/landau-soll-erdwaerme-freie-zone-werden/#.U06YDyjanV4

 

24.03.2014 Innsalzach24.de

Geothermie: Sorgen wegen Beben in Baden

Landkreis - In Staufen im Breisgau hebt sich nach Geothermiebohrungen seit Jahren die Erde, die Schäden gehen in die Millionen. Besteht auch in der Region Grund zur Sorge?


http://www.innsalzach24.de/innsalzach/altoetting/lk-altoetting/geothermie-schaeden-baden-wuerttemberg-sorgenfalten-region-3433832.html

 

 

Auch in Staufen vertraute man der Kompetenz der zuständigen Behörden und der beteiligten Firmen.

Wir halten es nicht für ratsam den Aussagen eines gewinnorientierten Unternehmens blind zu vertrauen. Insbesondere plädieren wir für eine exakte Regelung der Haftung falls Schäden, welcher Art auch immer auftreten.

Wir wollen nicht, daß das Risiko auf die Schultern der Bürger und Komunen umgelegt wird!!!

 



01.02.2014

 

An alle Anwohner und Betroffene!

Das EEG wurde nicht geändert!


Es ist wieder so weit

Die GEO-Energie Bayern wird wieder aktiv!

Das Bergamt (Reg. v. Oberbayern) steht kurz vor der Entscheidung

"Ja" oder "Nein"!

 

Um ein "NEIN" zu erreichen, bitten wir alle um zahlreiche Stellungnahmen

beim Bergamt.

Hier könnt ihr eure Bedenken und Ängste bezüglich der Bohrungen an eine der möglichen Adressen (per Post od. Mail) bis 14.02.2014 senden.

Ansprechpartner des Bergamt


Michael Stadelmann

Regierung von Oberbayern

Sachgebiete 23.1, 23.2 und 26

089/2176-3270

michael.stadelmann@reg-ob.bayern.de


oder: siehe 
http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/wirtschaft/bergamt/ansprech/


Das Schallgutachten

Leider hat der Hauptbetriebsplan über 10 MB, deshalb findet Ihr diesen unter diesem Link:

http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/imperia/md/content/regob/internet/dokumente/bereich2/sg_26/planfeststellungen/bruck/hauptbetriebsplan_bruck_gt1.pdf

oder

http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/allgemein/planfeststellung/verfahren/bergbau/09255/ 

 

oder

Download
Schalltechnische Untersuchung Bergamt.pd[...]
PDF-Dokument [12.6 MB]

 

 

VDI nachrichten 15. November 2013 Nr.46 

Technik & Wirtschaft 13

Verein Deutscher Ingeneure

 

Geothermie bringt Pumpen an ihre Leistungsgrenzen

 

Maschinenbau: Kilometerlange Bohrlöcher, aggressives Thermalwasser oder hohe Temperaturen – unter den unwirtlichen Bedingungen tief im Erdinneren sind die Förderpumpen geothermischer Kraftwerke schnell hinüber...

 

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VDI-Artikel_2013-11-16.pdf
PDF-Dokument [2.2 MB]

PNP 24.10.2013

Geothermie: Neuer Anlauf für Kraftwerksbau

Garching. Den Antrag auf Vorbescheid der GeoEnergie Bayern GmbH zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks in der Flur Bruck hat der Bauauasschuss in seiner Sitzung am Dienstagabend einstimmig befürwortet. Er wird nun im Zuge des Genehmigungsverfahrens an das Landratsamt Altötting weitergeleitet.
Zur Vorgeschichte des Antrags, der dem Gremium bereits zum zweiten Mal vorlag, führte Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner aus, dass im Juli vergangenen Jahres bereits Zustimmung erteilt worden sei, da es sich bei der Geothermie um eine zukunftsweisende und umweltfreundliche Energie handle. Der vom Landratsamt damals erteilte Vorbescheid sei jedoch von den Gegnern des Projekts beklagt worden. Das Gericht erachtete damals das vorgelegte Lärmgutachten für unzureichend, weshalb die Antragsteller zusagten, ein neues Lärmgutachten erstellen zu lassen, das nun vorlag.
"Die Intention, dass wir die Geoenergie haben wollen, besteht weiter", führte Reichenwallner zur Haltung der Gemeinde in dieser Frage aus. Josef Sprödhuber (CSU) legte Wert auf eine schriftliche Zusicherung, dass die Abwärme aus dem Projekt von der Gemeinde genutzt werden kann. Bürgermeister Reichenwallner erinnerte daran, dass dafür bereits ein Gemeinderatsbeschluss vorliege. Es gebe auch einen Vertragsentwurf für diese Wärmenutzung. Dieser sei seitens der Gemeinde bisher aber nicht weiterverfolgt worden, weil das Gutachten zur Wirtschaftlichkeit einer derartigen Wärmenutzung noch nicht vorliege. Dieses Gutachten werde von der Hochschule Amberg-Weiden für die Gemeinde erstellt. Den nächsten Gesprächstermin dazu kündigte Reichenwallner für 11. November an. Benjamin Peterlunger (FW) erkundigte sich nach dem Zeitplan des weiteren Vorgehens beim Geothermieprojekt. Reichenwallner hielt einen Beginn der Bohrungen im kommenden Frühsommer für wahrscheinlich, was aber von der Erteilung des Bergrechts an die Geothermie GmbH abhänge.
Ob die Bürgerinitiative in Bruck, die sich gegen die Geothermie an diesem Standort ausspricht und von der mehrere Personen in der Sitzung anwesend waren, auch im Besitz des neue Lärmgutachtens sei, wollte Christian Drexl (CSU) wissen. Einer der anwesenden Vertreter der Interessengemeinschaft bestätigte dies. Außerdem könne das Gutachten bis zum heutigen Donnerstag in der Gemeindeverwaltung eingesehen werden, ergänzte Herbert Schwarz vom Bauamt.
Für den Bau des Kraftwerks müsse später ein eigener Bauantrag gestellt werden, teilte Bürgermeister Reichenwallner mit, woraufhin seitens der Bürgerinitiative darauf hingewiesen wurde, dass bereits der Vorbescheid bindend sei. Nach der Abstimmung verließen die Vertreter der Interessengemeinschaft den Sitzungssaal mit dem lautstarken Hinweis an die Mitglieder des Bauausschusses, dass diese das 40 Seiten umfassende Lärmgutachten sicherlich alle genau gelesen hätten, da die Abstimmung so schnell gegangen sei.

http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/garching/1086952_Geothermie-Neuer-Anlauf-fuer-Kraftwerksbau.html


Garching Alz  22.10.2013


Der Antrag auf Vorbescheid der GeoEnergie Bayern GmbH zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks in Bruck, wurde vom Bauausschuss einstimmig in nur 10 Minuten beschlossen!!!

 

Das Gutachten wurde erst am Tag der Bauausschusssitzung vorgelegt,

niemand hatte je die Zeit dieses zu lesen!

 

Kraftwerk im Bauausschuss

 

Garching

Eine öffentliche Bauausschusssitzung findet Dienstag, 22. Oktober, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor: Antrag auf Vorbescheid der GeoEnergie Bayern GmbH zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks in Bruck usw.

 


Garching. Eine öffentliche Bauausschusssitzung findet morgen, Dienstag, 22. Oktober, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor: Antrag auf Vorbescheid der GeoEnergie Bayern GmbH zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks in Bruck, Bauantrag der Gemeinde Garching zur Nutzungsänderung der Turnhalle Turnstraße 7 als Versammlungsstätte, Bauantrag von Gerhard Dashuber zur Errichtung von Stellplatzüberdachungen an der Tassilostraße 4, Bekanntgaben, Wünsche und Anträge.

Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/burgkirchen/1083165_Kraftwerk-im-Bauausschuss.html#plx1049087528
Garching. Eine öffentliche Bauausschusssitzung findet morgen, Dienstag, 22. Oktober, um 18.30 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses statt. Die Tagesordnung sieht folgende Punkte vor: Antrag auf Vorbescheid der GeoEnergie Bayern GmbH zur Errichtung eines Geothermiekraftwerks in Bruck, Bauantrag der Gemeinde Garching zur Nutzungsänderung der Turnhalle Turnstraße 7 als Versammlungsstätte, Bauantrag von Gerhard Dashuber zur Errichtung von Stellplatzüberdachungen an der Tassilostraße 4, Bekanntgaben, Wünsche und Anträge.

Lesen Sie mehr auf:
http://www.pnp.de/region_und_lokal/paid_content/landkreis_altoetting/burgkirchen/1083165_Kraftwerk-im-Bauausschuss.html#plx1049087528

St.Gallen

http://www.20min.ch/schweiz/ostschweiz/story/25618163

03. Oktober 2013 21:24; Akt: 03.10.2013 21:24

 

Neues Erdbeben:SVP fordert

Geothermie-Pause


Wieder hat rund um St.Gallen die Erde gebebt. Politiker fordern einen Marschhalt bei der Geothermie.

 

Geothermie-Projekt St.Gallen: Wieder hat die Erde gebebt

«Es braucht eine neue Überprüfung des Geothermie-Projekts», sagt SVP-Nationalrat Lukas Reimann. Grund ist das erneute Erdbeben im Raum St.Gallen vom Mittwoch. Wie die Stadt gestern mitteilte, hatte das Beben mit der Magnitude 2,0 sein Zentrum nur wenige hundert Meter von der Tiefenbohrung im Sittertobel entfernt in über 4000 Meter Tiefe. Der Zusammenhang zum Geothermie-Projekt liegt nahe, obwohl laut Stadt seit Montag nicht mehr am Bohrloch gearbeitet wird. Möglicherweise handle es sich um ein Nachbeben des stärkeren Bebens der Stärke 3,5 von Ende Juli.

Projekt wird fortgesetzt

Anders als damals wollen die Verantwortlichen diesmal nichts von einem Unterbruch wissen. Laut Marianne Meier von der städtischen Kommunikationsfachstelle sind auch keine klaren Grenzen festgelegt, ab wann das Projekt nicht mehr tragbar ist. «Solange die Beben kaum spürbar sind, hält man am Projekt fest», so Meier. Bei ausserordentlichen Ereignissen behalte sich der Stadtrat vor, einzuschreiten.

Stefan Wiemer, Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes, ist vom neuerlichen Beben nicht überrascht. «Theoretisch sind Beben bis Stärke 5 möglich», sagt Wiemer. Ein solches hätte Sachschäden bis zu 100 Millionen Franken zur Folge. Auch dass man wie im Juli wieder auf Gas stösst, hält Wiemer für möglich. Für SVP-Mann Reimann ist klar: «Die Bevölkerung darf solchen Risiken nicht ausgesetzt werden.»

 

                                                                          

http://www.big-steinweiler.de/web/index.php?option=com_content&view=category&layout=blog&id=10&Itemid=16

Herzlichen Glückwunsch, Insheim!

   

 

 

Mittwoch, den 02. Oktober 2013 um 18:30 Uhr

Wir gratulieren der Ortsgemeinde Insheim zum Jubiläum: Das induzierte Erdbeben, das in der vergangenen Nacht erhebliche Teile der Südpfalz erschütterte und zahlreiche Einwohner in Angst und Schrecken versetzte, war laut Datenbank des Landesamtes für Geologie und Bergbau Rheinland-Pfalz das 50. induzierte Erdbeben in Insheim.

Herzlichen Glückwunsch!

Bis Redaktionsschluss konnten wir noch nicht in Erfahrung bringen, ob der Insheimer Ortsbürgermeister Bergdoll plant, dieses Jubiläum im Rahmen einer offiziellen Feierstunde gebührend zu würdigen und zu diesem Anlass politische Prominenz, wie z. B. Staatsministerin Lemke und Bundesumweltminister Altmaier, zu einem Umtrunk nach Insheim einzuladen.

 

Schock in der Nacht - Erdbeben ins Insheim

     

 

Mittwoch, den 02. Oktober 2013 um 18:13 Uhr

Einen erheblichen Schreck bekamen etliche Bürger der Südpfalz durch ein induziertes Erdbeben der Magnitude 2,1 am 02.10.2013 um 3:13 MESZ (1:13 UTC), das sein Hypozentrum in Insheim in der Nähe des dortigen Geothermiekraftwerks hatte und ganze Häuser erzittern ließ. Spürbar und auch hörbar war das Erdbeben in zahlreichen Orten der Südpfalz. Bereits heute Morgen lagen uns zahlreiche Meldungen aus Steinweiler, Insheim, Rohrbach, Billigheim und Landau vor. "Ich habe erst einen Knall gehört und dann hat das ganze Haus gewackelt" schrieb eine Betroffene in Facebook. Mit den Worten "Hatte echt Panik" schilderte eine andere Betroffene ihr nächtliches Erlebnis.

"Das ist „German Angst“, sie ist unbegründet. Die Geothermie ist überhaupt nicht in der Lage, Erdbeben zu erzeugen." erklärte Bohr-Unternehmer Josef Daldrup noch im August laut einem in der Papierausgabe der RHEINPFALZ vom 21.08.2013 wiedergegebenen dpa-Interview zur Sorge der Bürger vor weiteren Erdbeben.

Selbst der Insheimer Geothermiebetreiber Pfalzwerke geofuture GmbH geht laut einer Pressemeldung der Pfalzwerke AG vom heutigen Tage davon aus, dass ein Zusammenhang zwischen dem seismischen Ereignis und der Veränderung der Fließwege des Thermalwassers im Untergrund - und somit dem Betrieb des Geothermiekraftwerks - besteht.

Nun sollte es wirklich jeder begriffen haben. Wer also nach diesem Erdbeben noch ein weiteres Mal behaupten würde, die Geothermie könne kein Bierglas zum wackeln bringen, wäre nichts anderes als ein Lügner.

Mit der Aussage der Pfalzwerke AG in deren Presseeerklärung, es sei immer das Ziel, die Schwingungen unterhalb der Spürbarkeitsgrenze zu halten, ist den Bürgern leider nicht geholfen. Denn mit dem Setzen und Verfolgen von Zielen allein lässt sich Sicherheit nicht garantieren. Schließlich handelt es sich hier nicht um ein Wunschkonzert, sondern um Bergbau und unberechenbare Reaktionen des tiefen Untergrunds.

 

St. Galler Tagblatt - online - vom 16. 9. 2013 zur „Erdbeben“-Geothermie St. Gallen


http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/kantonstgallen/tb-sg/Fischen-im-Trueben-im-Geothermie-Bohrloch-in-St-Gallen;art122380,3538326

 

„Fischen im Trüben“

 

Es ist immer wieder interessant, sich von Zeit zu Zeit über die Entwicklung der Erdbeben-„Geothermie St. Gallen“ (20. 7. 2013 + Nachbeben) zu informieren (Google)

 

 Nach Vornahme von Produktionstest 10/13 soll das Bohrloch offenbar verschlossen werden um Auswertungen vorzunehmen…      Man war dort offenbar überrascht vom gleichzeitigen Auftreten einer im wahrsten Sinne ggf. hoch-explosiven Methan-Gas-Problematik, die man nicht erwartet hatte und auf die man daher auch nicht (technisch) vorbereitet war…!?

 

      Daraus ergibt sich eigentlich, dass alle anderen Geothermie-Projekte bis auf weiteres - Prüfung der geothermischen „Gas-Begleit-Problematik“- ausgesetzt werden müssten - nicht nur solche im süddeutschen Molasse-Gebiet, dort wo das Auftreten von Geothermie-Begleit-Gas von Haus aus erwartet wird…!

 

Forschung Aktuell Deutschlandfunk


Radiobeitrag zum Anhören oder Lesen

http://www.dradio.de/aodflash/player.php?station=1&amp;broadcast=9507&amp;datum=20130729&amp;playtime=1375109103&amp;fileid=4606ce82&amp;sendung=9507&amp;beitrag=2195889&amp;/

 


Geothermiebohrungen bei Basel. (Bild: dhm.ch) Geothermiebohrungen bei Basel. (Bild: dhm.ch)

Gefahren der Geothermie

Wenn der Mensch Erdbeben verursacht

Von Dagmar Röhrlich

Nachdem Geothermiebohrungen bei Basel bereits im Jahr 2006 Erdbeben ausgelöst hatten, wackelte der Untergrund bei St. Gallen nach Tiefbohrungen kürzlich erneut. Als alternative Energiequelle gerät die Geothermie ein wenig in Verruf.

Die Erkenntnis, dass die Geothermie nicht ohne Risiken ist, setzte sich in der Öffentlichkeit 2006 durch, als es bei Basel mehrere Erdbeben mit Magnituden höher als drei gab.

"Wenn man nun eine Geothermieanlage betreibt, dann injiziert man Wasser in den Untergrund. Dieses Wasser wirkt der Auflast des Gebirges entgegen, und das sorgt dafür, dass es leichter zu einem Bruchereignis kommen kann."

Diese Brüche, das sind die Erdbeben, erklärt Christian Bönnemann von der Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe in Hannover. 2009 zitterte auch bei einer Geothermieanlage im südpfälzischen Landau die Erde und zwar mit Magnituden von bis zu 2,7. Diese Serie dort ereignete sich während des Betriebs der Anlage. 2006 in Basel und ebenso bei dem jüngsten Beben in St. Gallen lief hingegen die Erschließung noch: An beiden Orten wurde Wasser verpresst, um Risse im Untergrund zu schaffen beziehungsweise zu erweitern:

"In der Geothermie in Europa war das Beben in St. Gallen mit der Magnitude von 3,6 bislang das stärkste Beben. Es gibt andere Beispiele aus den USA. Da hat man eine Magnitude von 4,6 erreicht, in Kalifornien."

Außerdem konnte Emily Brodsky von der Universität von Kalifornien in Santa Cruz jetzt in einer Studie für das Salton-Sea-Geothermalfeld nachweisen, dass die Zahl der Beben steigt, wenn mehr Wasser durch die Anlage gepresst wird. Diesen Zusammenhang hatten Forscher bei Experimenten in einem Ölfeld bereits in den frühen 1970er-Jahren nachgewiesen, erzählt Bill Ellsworth vom amerikanischen Geologischen Dienst USGS in Menlo Park, Kalifornien:

"Dabei hat uns überrascht, dass es zuvor an dieser Verwerfungszone im Rangely-Ölfeld seit vielleicht Hunderten von Millionen Jahren nicht mehr gebebt hat. Wenn eine uralte, bestehende Störung durch das gerade herrschende Spannungsfeld wieder belastet wird, kann sie durch das Einpressen erneut aktiviert werden."

Auch viele der Erdbeben, die seit 2010 Texas, Nebraska, Kansas und Oklahoma erschütterten, könnten durch das Verpressen großer Wassermengen in den tiefen Untergrund ausgelöst worden sein, so Bill Ellsworth:

"Die Zahl der Erdbeben in dieser Region hat überraschenderweise dramatisch zugenommen: In den vergangenen fünf Jahren hat sich ihre Zahl mehr als verfünffacht. Im November 2011 erreichte ein solches Beben in Oklahoma eine Magnitude von 5,6."

Zwar waren es in Oklahoma Abwässer aus der Ölproduktion, die in den Untergrund injiziert wurden, aber solche Nachrichten bringen die Geothermie als alternative Energiequelle trotzdem in Verruf. Damit sie nicht ins Abseits gerät, sind in Deutschland Handlungsempfehlungen zur Begrenzung der unerwünschten seismischen Nebenwirkungen entwickelt worden. Christian Bönnemann:

"Man untersucht die natürliche Erdbebentätigkeit, die es in der Region gibt, man schaut sich an, welche natürlichen Störungen gibt es und sind diese seismische aktiv. Und man fängt schon an, vor Bohrbeginn, mit einer seismischen Beobachtung, indem man ein oder mehrere Seismometer installiert."

Durch die genaue Kenntnis der Prozesse im Untergrund solle unter anderem der beste Standort für ein Geothermieprojekt gefunden werden. Schließlich werden Beben nicht bei jedem Vorhaben zum Problem:

"Wir haben in Norddeutschland die Erfahrungen mit drei Geothermieprojekten, in denen ganz massiv stimuliert wurde mit sehr großen Mengen Wasser, und es wurden ganz wenige seismische Ereignisse ausgelöst, die nur mit hochempfindlichen Messgeräten gerade nachgewiesen werden konnten."

Anders als die Region um Basel, zählt Norddeutschland allerdings auch nicht zu den erdbebengefährdeten Gebieten. Aber das gilt auch für die Region um St Gallen.

 

Schweizer Tagblatt Online  St.Gallen

Erdbebenschäden unter der Lupe


Kaputte Lattenroste, gelöste Fensterdichtungen oder Risse in Häuserwänden: Die Palette der vom Erdbeben verursachten Schäden ist breit. Experten sind zurzeit daran, diese zu untersuchen. Oft sind vertiefte Abklärungen nötig.

DAVID GADZE

Eine Woche nach dem Erdbeben im Sittertobel hat die Stadt St. Gallen damit begonnen, die Schäden zu untersuchen. Rund 120 Schadensmeldungen sind bisher bei ihr eingegangen. Die Liste reicht dabei von kuriosen Fällen wie einem kaputten Lattenrost, einer verklemmten Tumbler-Tür oder verschobenen Bodenplatten in einem Garten über Gegenstände wie Vasen oder Bilder, die durch den Erdstoss von ihrem Platz gefallen und kaputtgegangen sind, bis zu meterlangen Rissen in Wänden von Gebäuden. Fünf Experten gehen derzeit im Auftrag der St. Galler Stadtwerke den Schadensmeldungen nach. Einer von ihnen ist Guido Germann, Schätzungsexperte der kantonalen Gebäudeversicherungsanstalt.

Dachluke ist nicht mehr dicht

In einem Reiheneinfamilienhaus in Haggen untersucht er am Montagvormittag eine Dachluke. Die Erschütterung soll dazu geführt haben, dass sich eine Dichtung gelöst oder verschoben und sich deswegen Kondenswasser zwischen den dreifach verglasten Scheiben gebildet hat, vermutet der Hausbesitzer. Der Fall ist schnell erledigt: Ein Dachdecker soll den Schaden genauer untersuchen und reparieren.

Ein Haus sinkt ein

Weitaus komplizierter ist der zweite Fall. An einem Gebäude an der Geltenwilenstrasse sind Risse in der Häuserfassade aufgetreten. Das Haus befinde sich auf sumpfigem Boden und stehe deshalb auf Stützen, sagt Inhaber Rolf-Peter Zehnder. Bereits vor drei Jahren habe es sich gesenkt, was Risse in der Gebäudehülle zur Folge gehabt habe. Indem man neue Pfähle in den Untergrund angebracht und eine spezielle Masse injiziert habe, sei das Haus damals wieder angehoben worden. «Vor rund zwei Wochen sind dann erneut Risse in den Wänden aufgetreten. Durch das Erdbeben hat sich das Fundament erneut gesenkt», sagt Zehnder. Dadurch seien die bestehenden Risse grösser geworden und neue entstanden.

Ein Rundgang durchs Gebäude zeigt das Ausmass der Zerstörung. Zahlreiche Risse sind sowohl im Inneren des Hauses als auch an der Fassade zu erkennen. «Von allen Fällen, die mir bekannt sind, dürfte das der gravierendste sein», sagt Roman Kohler von der Stadtkanzlei, der an diesem Vormittag bei der Besichtigung ebenfalls dabei ist.

Pollen verraten Alter der Risse

Guido Germann hält die Schäden schriftlich und fotografisch fest. «In diesem ersten Schritt geht es primär darum, die gemeldeten Schäden anzuschauen und zu erfassen sowie ihre Grösse und Art zu bestimmen.» Gerade bei Fassadenrissen – laut Kohler die häufigste Schadensmeldung – gebe es verschiedene Arten, sagt Germann. «Wir unterscheiden solche an der Oberfläche, in der Deckschicht und baudynamische Rissen, die bis ins Mauerwerk gehen.» Der Experte begutachtet dabei nicht bloss den Schaden, sondern schätzt auch ab, wie plausibel die Erklärung im jeweiligen Fall ist. Bei komplizierten Fällen oder solchen, deren Reparatur teuer zu werden droht, werden in der Regel Offerten für weitere Abklärungen eingeholt und Expertisen angeordnet. So kann etwa durch die Untersuchung von Blütenpollen im Riss festgestellt werden, ob der Schaden neu ist oder ob der Hausbesitzer einen älteren Fassadenriss auf Kosten der Stadt reparieren lassen möchte.

Einen Kompromiss finden

Bei den Schäden am Gebäude in der Geltenwilenstrasse steht für Guido Germann fest, dass es sich um sogenannte Bewegungsrisse handelt. «In diesem Fall dürfte es auf einen Kompromiss zwischen dem Hausbesitzer und der Stadt hinauslaufen», sagt er. Es stehe wohl ausser Zweifel, dass das Erdbeben seinen Teil zu den Schäden beigetragen habe

http://www.tagblatt.ch/ostschweiz/stgallen/stadtstgallen/tb-st/Erdbebenschaeden-unter-der-Lupe;art186,3486321

 

Agenda21Klimaschutz-Kaufbeuren@t-online.de

Eil-Information

 Widerstand gegen die „frac-stimulations“-Geothermie

Mauersteten bei Kaufbeuren wächst

Gemeinderat Germaringen…

AZ-Artikel vom lt. Anhang

 

Mauerstetten/Kaufbeuren/Germaringen - Germaringen, die mit rd. 3.800 Ew. größte Gemeinde (nach der Stadt Kaufbeuren mit rd. 44.000 Ew.), die im seismischen Überwachungsradius von 10 km (vgl. BMU 10/11) zur Bohrstelle Mauerstetten liegt, hat sich unlängst mit einem Gemeinderatsbeschluss gegen das Versuchs-Projekt der „frac-stimulations“-Geothermie(= petrothermale „Injektions“-Geothermie) in Mauerstetten gewandt.

 

Wie wir bereits berichtet haben, sollen nach den Vorgaben des Hauptbetriebsplans für das petrothermale Versuchs-Geothermie-Projekt Mauerstetten mit einem maximalen Kopfdruck von 314 bar (= 700 - 800 bar in 4.000 m Tiefe) in großer Tiefe Hohlräume „gefrackt“ (= hydraulisches „aufreißen, aufbrechen…“) werden um das künstlich, mit hohem Druck injizierte Kaltwasser (das zu zuvor dem wertvollen Trinkwasservorkommen entnommen werden soll) in diesen Hohlräumen zu erwärmen um es sodann - allerdings chemisch schwer verseucht  - zu entnehmen…

 

Analoge petrothermale Versuchs-Geothermie Basel hat im Jahr 2006 ff

bereits bei nur bis zu 296 bar (Mauerstetten bis zu 314 bar) Wasserdruck schwere Erdbeben erzeugt…

 

Wie bereits berichtet, haben sich in Basel  im Jahr 2006 ff bei einem maximalen Wasserdruck von nur bis zu 296 bar schwere Erdbeben mit erheblichen Schadensfolgen ergeben. Nachdem in Mauerstetten bis zu 314 bar zur Anwendung kommen sollen, ist  nicht auszuschließen, dass es im Raum Mauerstettren ebenfalls zu seismischen Ereignissen kommt. Diese werden im Hauptbetriebplan Mauerstetten sogar präjudizierend dargestellt:

 

n     Eine seismische Überwachung wird dort in einem Radius von nur rd. 3 km vorgestellt…

n     Die BMU-Leitlinien sehen allerdings eine seismische Überwachungszone von rd. 10 km vor, hierzu gehören neben der Gemeinde Mauerstetten mit ihren Ortsteilen selbst  die Gemeinden

Germaringen, Stöttwang, Westendorf, Oberostendorf, Pforzen, Irsee, Biessenhofen, Rieden, Kaltental  mit den Ortsteilen und die Stadt Kaufbeuren, alles in allem ein Gebiet mit rd. 60.000 + X Einwohner…

n     Die Bohrrichtung entspricht zudem der Trinkwasser-Richtung (eines der größten Trinkwassergebiete/WVR wird betroffen)…

 

 

Das Bayerische Energiekonzept sieht lt. Beschluss der Staatsregierung

vom 24. 5. 2011 (S. 28)  zudem vor:

 

Mauerstetten soll demnach ausdrücklich das Erprobungsgebiet für „seismische Induzität“(mithin also quasi das regierungsamtliche Versuchsgebiet für künstlich erzeugte Erdbeben…) werden.

Verstoß gegen Art. 20 a GG?

 

Der o. g. Beschluss steht nach Auffassung unserer Verwaltungsrechts-Experten zunächst auch in einem eklatanten Widerspruch zu Art.  20 a GG. Hier hat der Verfassungsgeber nämlich dem „Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen“ den Vorrang eingeräumt, so dass davon auszugehen ist, dass der o. g. Beschluss der Bayerischen Staatsregierung vom 24. 5. 2011 mit der Festlegung eines „seismischen Erprobungsgebietes“ unterhalb eines Wohngebietes von 60.000 Menschen + X in Mauerstetten bei Kaufbeuren (und unter  einem großen  Trinkwasserschutzgebiet) diesen Erfordernissen nicht entsprechen dürfte. Nachdem Art. 20 a GG eine Rechtsnorm ist, die in ihrer Wertigkeit über einem Beschluss des Bayer. Staatsregierung stehen dürfte, könnte das Mauerstetten-Projekt wg. der sogar vorsätzlichen Anwendung  „seismischer Induzität“ vital gegen das Grundgesetz der BRD verstoßen.

 

Warum wurden die o. g. Gemeinden im seismischen 10km-Überwachuns-Radius (lt. BMU 10/11)

bisher nicht am Hauptbetriebsplan beteiligt?

 

Auffällig bleibt, aus welchem Grunde nur die Gemeinde Mauerstetten und die Stadt Kaufbeuren mit ihren BürgerInnen am Verfahren zum Hauptbetriebsplan beteiligt wurde, insbesondere aus folgendem Grunde:

 

n     Während die Beteiligung der BürgerInnen der Stadt Kaufbeuren (rd. 44.000 Ew.) trotz der dort zunächst nicht berührten Trinkwasservorkommen erfolgt ist, wurden die BürgerInnen der Gemeinden im Trinkwasserschutzgebiet/WVR der Gennach-Hühnerbach-Gruppe, die zudem direkt in der Bohrrichtung liegen und daher weitaus betroffener sind, bisher nicht beteiligt…

n     Aus diesem Grunde ist die offizielle Beteiligung dieser Gemeinden und ihrer BürgerInnen nachzuholen…

 

n     Aus unserer Sicht ist daher das bisherige Hauptbetriebsplanverfahren allein aus diesem Beteiligungsmangel heraus zurückzuweisen und ggf. völlig neu aufzurollen…

Agenda21Klimaschutz-Kaufbeuren

 

 An die

Generalstaatsanwaltschaft München

 

80335 München

 

Staatshaftung

im Rahmen des Regierungsziel-Projektes („Frac-Stimulations“-)Geothermie-Mauerstetten bei Kaufbeuren gem. Beschluss der Bayer. Staatsregierung vom 24. 5. 2011 (S. 28 oben) + Forschungsjahrbuch 2011 u. v. a.:

http://www.bayern.de/Anlage10344945/BayerischesEnergiekonzeptEnergieinnovativ.pdf

 

Bezug: Bisherige Informationslagen…, beispielsweise:

http://www.youtube.com/watch?v=Fp00g5G4TdA

(= ZDF heute show mit Oliver Welke vom 8. 3. 2013 mit Erläuterungen von BM Peter Altmaier + Karl Ilgenfritz… vom Agenda21-AK Klimaschutz Kaufbeuren)   

Süddeutsche Zeitung vom 5. 8. 2013

u. v. a.

 

 

Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

 

wie Sie wissen, geraten die Geothermie-Projekte landauf und landab immer mehr in die berechtigte Kritik. Die Erdbeben-Geothermie St. Gallen hat am 20. 7. 2013 diese Kritik erneut bestätigt.

 

Nachdem die Bayerische Staatsregierung mit dem offiziellen Beschluss vom 24. 5. 2011 das Geothermie-Versuchs-Projekt Mauerstetten bei Kaufbeuren ausdrücklich mit einem regierungsamtlichen Status  versehen hat, sind unsere Verwaltungsrechts-Experten nach wie vor der Auffassung, dass über diesen Ausweis eine automatische Staatshaftung ausgelöst wird.

 

Bekanntermaßen befindet sich das o. g. tiefengeothermische Projekt Mauerstetten bei Kaufbeuren (in rd. 4.000 m Tiefe) und:

 

n     oberhalb von rd. 70.000 wohnenden Menschen (im seismischen Überwachungsradius von 10 km lt. BMU 10/11)

n     im Radius der Trinkwasserschutzgebiete (die etwaige „frac-stimulierte“ Aufrissfläche muss im Untergrund mit rd. 500.000 qm +-  X angenommen werden, nachdem eine bayerische Stelle das Genesys-Projekt Hannover (= 500.000 qm Aufrissfläche) 2012 als ausdrückliches „Muster“ für das Mauerstetten-Projekt genannt hatte…)

n     im Molassegebiet ist mit rd. 30 % +- X Gas-Anteil zu rechnen, so dass insbesondere eine entweichende Entgasung unkontrolliert (Vgl. hierzu Erdbeben-Geothermie St. Gallen am 20. 7. 2013) nach oben in die Wohn- und Trinkwassergebiete entstehen und nicht kontrolliert erfasst werden könnte!?

 

n     Der vorliegende Hauptbetriebsplan Mauerstetten gibt trotz der „St. Gallen-Gas-Problematik“ zu diesem Thema keine genügende Antwort!

 

n     Die Erdbeben-Geothermie Basel 2006 ff wurde bekanntermaßen mit

max. 296 bar „Fracking“-Stimulations-Kopfdruck ausgeführt

n     Das Mauerstetten-Bayer. Staatsregierungsziel-Geothermie-Projekt vom 24. 5. 2011, S. 28 (oben)  soll sogar mit

max. 314 bar „Fracking“-Stimulations-Kopfdruck ausgeführt werden…

            Anm.: 300 bar Kopfdruck bedeuten in über 4000 m rd. 700 - 800 bar!

            Die sich daraus ergebende beunruhigende hohe TNT-Äquivalenz lässt sich in TNT/t usw. formeltechnisch              

umrechnen?

 

Daran können Sie erkennen, dass nach „Basel“ 2006 ff + „St. Gallen“ 2013… insbesondere die Erdbeben-Angst im Raum Mauerstetten bei Kaufbeuren und Umgebung  immer größer wird…!

Die Menschen fragen uns dabei mit  großer, ständig wachsender Sorge:

Wenn in Basel 2006 ff schon mit max. 296 bar schwere Erdbeben ausgelöst wurden, welche Erdbeben sind dann in Mauerstetten (= Bayerisches Regierungsziel vom 24. 5. 2011) bei Kaufbeuren bei höheren max. 314 bar zu erwarten?

 

Die möglichen Personen- und/oder Sachgefährdungen können aufgrund des Versuchs-Charakters des o. g. Projektes von niemandem abgeschätzt werden, so dass ich Sie bitte, im Rahmen Ihrer hier nicht bekannten Möglichkeiten mitzuwirken, solche Gefährdungslagen präventiv zu verhindern…!

 

 

Mit freundlichen Grüßen

 

Karl Ilgenfritz

 


13. August 2013  Süddeutsche


Geothermie in Gelting Vergebliche Bohrung


Die Firma Enex Power Germany erleidet einen herben Rückschlag beim Geothermie-Projekt: Statt 120 werden nur zehn Liter heißes Wasser pro Sekunde gefördert. Aufgeben will das Unternehmen dennoch nicht.

Von Wolfgang Schäl

Es ist mit 6036 Metern die tiefste Geothermie-Bohrung Europas, sie hat 35 Millionen Euro verschlungen, die Hoffnungen des gesamten Geretsrieder Energiekonzeptes beruhten auf ihr. Und jetzt - nach vier Jahren vorbereitender Arbeiten - die große Ernüchterung: Das Bohrloch am Breitenbach bei Gelting liefert nahezu kein heißes Wasser. Dies hat Robert Straubinger, der Geschäftsführer der Enex Power Germany GmbH, gestern im Beisein des 3. Bürgermeisters Robert Lug und des Geschäftsführers der Energie Geretsried GmbH, Jan Dühring, bekannt gegeben.

Mitte Juli dieses Jahres war die maximale Bohrtiefe erreicht worden, Ende Juli wurden die ersten Pumpversuche angestellt. Dabei stellte sich nach Straubingers Schilderung heraus, dass die Temperatur des Wassers mit 165 Grad "exorbitant hoch war". Ein eigentlich positives Ergebnis, dem aber ein schlechtes folgte: Statt der erwarteten 100 bis 120 Liter pro Sekunde, die für eine ökonomisch vertretbare Nutzung nötig gewesen wären, kamen in den ersten Augusttagen weniger als zehn Liter an die Oberfläche.

Nach Straubingers Vermutung ist dafür die besonders dichte Gesteinsstruktur in dieser Tiefe verantwortlich - durch den dort herrschenden großen Druck habe sich in das Kalziumgestein vermutlich Magnesium eingelagert, ein in der Geologie als Dolomitisierung bezeichneter Vorgang. Ob dies speziell an dieser Bohrstelle der Fall war oder ob dies ein Vorgang ist, der sich in solchen Tiefen zwangsweise abspielt, das wissen nach Straubingers Worten "nicht einmal die Geologen".

Der Grund für die mangelnde Durchlässigkeit des Gesteins werde derzeit untersucht, unter anderem an der Universität Erlangen. Vorwürfe oder Kritik von Seiten der Investoren oder der Rückversicherung, die für einen großen Teil des Schadens aufkommen muss, hat es Straubinger zufolge nicht gegeben. Dafür sei er sehr dankbar, alle Beteiligten, von den Investoren über die Spezialisten vor Ort bis hin zu den Fachberatern und den Verantwortlichen der Stadt, hätten hervorragend zusammengearbeitet.

An technischen Problemen, an denen es im Verlauf der Bohrarbeiten nicht mangelte, habe es jedenfalls nicht gelegen, teilt Straubinger mit. Denn insgesamt sei die Bohrung fachgerecht ausgeführt und der vorgesehene Bohrpfad exakt eingehalten worden. Auf eine weitere Ertüchtigung der technischen Anlagen werde man im Augenblick aber verzichten und die Arbeiten erst einmal einstellen. Die Flinte ins Korn werfen will Enex trotz der eingestandenen Enttäuschung allerdings nicht. In den kommenden Wochen und Monaten werden die gewonnenen Erkenntnisse erst einmal ausgewertet, danach geht es darum, Optionen zu prüfen, wie das Projekt doch noch gerettet werden kann.

Dazu gehört eine Ablenkbohrung, genannt "Side Track", in eine andere geologische Formation. Dieses Verfahren könnte vergleichsweise zeitnah, also in einigen Wochen, in Angriff genommen werden, verursacht aber weitere Kosten, über die zunächst mit der Versicherungsgesellschaft geredet werden muss. Weitere Optionen wären aufwendiger und würden Straubinger zufolge "einen anderen Zeithorizont" in Anspruch nehmen. In diesem Fall müsste das Bohrgestänge auf Gut Breitenbach erst einmal abgebaut werden. Auf jeden Fall wäre es aus Sicht der Enex "ein Unding, die Vorarbeit der letzten vier Jahre nicht zum Erfolg zu führen". Straubinger stellte bei der Gelegenheit auch klar, dass die Bohrstelle nahe dem Geltinger Tierheim erhalten bleibt.

In Zuversicht übt sich ungeachtet des herben Rückschlags auch die Stadt. "Wir hatten natürlich mit einer Einbindung geothermischer Wärme bereits ab 2014 gerechnet", sagte Lug, dies lasse sich nun nicht mehr realisieren. Die Energie Geretsried GmbH werde bis auf weiteres an den Planungen für ein Geothermie-Fernwärmenetz festhalten. Als ersten Schritt dazu nennen Lug und Dühring den Bau eines Blockheizkraftwerks am geplanten Hallenbadstandort. Eine ähnliche, dezentrale Energieversorgung sei für das Gebiet am Neuen Platz vorgesehen. Diesen Weg werde die Stadt auch dann beschreiten, wenn die Geothermie entgegen aller Hoffnung als Energieträger für die Wärmeversorgung ausfalle. An den Zielen des Klimaschutzkonzeptes - 40 Prozent weniger CO2 - werde " in jedem Fall festgehalten"

http://www.sueddeutsche.de/muenchen/wolfratshausen/geothermie-in-gelting-vergebliche-bohrung-1.1745672


06.08.2013 Rhein-Neckar-Zeitung

Geothermie: In Landau weiß keiner so recht, ob und wie es weitergeht

Landau. (lrs) Einst war es das Vorzeigeprojekt für ganz Rheinland-Pfalz - und weit darüber hinaus. Jetzt stößt die unsichere Zukunft des Geothermiekraftwerks Landau bei Experten auf Besorgnis. "Landau war 2007 das erste Projekt dieser Größenordnung in Mittel-Europa. Es ist eine ganz wichtige Sache, den Betrieb eines solchen Kraftwerks zu demonstrieren", sagt Ernst Huenges vom Deutschen Geoforschungszentrum.

Mitte Mai hatte der Anteilseigner EnergieSüdwest AG überraschend beschlossen, kein Geld mehr für die Landauer Anlage zu schießen. Damit steht sie jetzt auf der Kippe.

"Geothermie hat besondere Vorteile gegenüber anderen Erneuerbaren Energien. Sie ist grundlastfähig und allzeit verfügbar, denn sie liefert auch dann Energie, wenn die Sonne nicht scheint oder der Wind nicht bläst", erklärt der Professor. Deshalb könne die Geothermie eine stabilisierende Rolle im Energiemix einnehmen, zur Überbrückung von Zeiten der Nichtversorgung und auch für die Zeit, bis der Netzausbau bewältigt ist.

Mit dem ersten Geothermiekraftwerk in Rheinland-Pfalz hatte es immer wieder Probleme gegeben. Nach mehreren kleineren Erdbeben musste die Leistung 2009 gedrosselt werden. Das Werk in Landau kann seither wegen der Gefahr weiterer solcher kleinerer Beben nicht mit voller Kraft fahren. Ein erneutes Bohrloch sollte der Misere Abhilfe schaffen. Doch EnergieSüdwest, der eine von zwei Anteilseignern, will dafür nicht zahlen - und der andere Anteilseigner, die Pfalzwerke, kann die Kosten nicht alleine stemmen. Daraufhin wurde eine für diesen Sommer bereits geplante Bohrung abgesagt, die das Erdbebenrisiko senken und dem Kraftwerk so einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen sollte. Ernst Huenges kritisierte die Entwicklung: "Die dritte Bohrung ist ein absolut vernünftiges Konzept und würde das System stabiler machen. Es ist bedauerlich, dass diese langfristige Option nicht gesehen wird." Generell sei die Technologie verantwortbar - sagt zumindest der Experte: "Auch wenn man abwägt, was passieren kann im Vergleich zu anderen Technologien. Es gibt eine seismische Gefährdung, aber im Vergleich zu Kohle, Gas, Öl und Wasserkraft ist sie geringer". In seltenen Fällen seien allenfalls Haarrisse in Häusern zu erwarten. "Damit bleiben geothermisch verursachte seismische Ereignisse weit hinter natürlichen Beben zurück. Würde man dort Öl oder Gas fördern, wäre das Risiko größer, denn dabei entsteht ein Hohlraum unter der Erde. Auch die Förderung von Kohle ist gefährlich, wie die immer wieder passierenden Grubenunglücke zeigen", so der Geologe.

Seit kurzem gibt es jetzt doch wieder Hoffnung für das Geothermiekraftwerk in Landau: Die Daldrup & Söhne Gruppe mit Sitz im bayerischen Grünwald prüft nach eigenen Angaben den Einstieg in die Kraftwerksgesellschaft geo x GmbH in Landau. Man interessiere sich zunächst für die Übernahme von Anteilen des derzeitigen 50-prozentigen Gesellschafters EnergieSüdwest AG, teilte die Daldrup & Söhne Gruppe mit. Noch in diesem Sommer solle eine Entscheidung fallen.

Geysir Europe verfüge über hohe Kompetenz bei der Entwicklung von Geothermiekraftwerken und habe allein im Raum München zahlreiche Tiefbohrungen bis 6000 Meter ausgeführt, hieß es. Derzeit baue die Gruppe gemeinsam mit anderen Gesellschaftern ein Geothermiekraftwerk in Taufkirchen südlich von München auf.

http://www.rnz.de/metropolregion/00_20130806060058_105575320_Geothermie_In_Landau_weiss_keiner_so_recht_ob_.html


5. August 2013  Süddeutsche Zeitung

Geothermie im Ostallgäu

"Völlig ungewisser Ausgang für die Bevölkerung".

So faszinierend das Projekt für die Forscher ist, die Leute im Ostallgäu sind höchst beunruhigt. Kritiker sagen, das Verfahren ähnele dem umstrittenen Schiefergas-Fracking, bei dem in den USA massive Umweltschäden aufgetreten sind. Andere beunruhigt, dass unlängst bei einer Geothermie-Tiefenbohrung im schweizerischen St. Gallen ein Erdbeben ausgelöst wurde, das Medien zufolge sogar Häuser beschädigt hat.

"Wir fürchten, dass Hab und Gut unserer Bürger in Mitleidenschaft gezogen werden", sagt der Mauerstettner Bürgermeister Armin Holderried (Unabhängige Wählergruppe). Deshalb stehe der Gemeinderat dem Projekt kritisch gegenüber. Auch Kaufbeurens OB Stefan Bosse (CSU) äußert sich vorsichtig: "Wir fordern, dass der Grundwasserschutz und der Versicherungsschutz gesichert sind", sagt er. "Die Risiken müssen beherrschbar sein." Bosse will Geothermie nicht pauschal verurteilen. Aber er versteht die Ängste der Bevölkerung, der eine Beurteilung des Projekts "wirklich nicht einfach" gemacht werde. Bosse: "Die einen sagen, es ist Fracking, die anderen sagen, es ist kein Fracking."

Der Bund Naturschutz (BN) meldet ebenfalls Kritik an. Den BN-Energieexperten Herbert Barthel stört grundsätzlich, dass in Mauerstetten die petrothermale Geothermie-Nutzung erprobt werden soll, wo es in Südbayern doch ausreichend Potenzial für konventionelle Geothermie gebe. Außerdem ist es für ihn "nicht akzeptabel", dass in den Projektunterlagen einige Chemikalien genannt werden, die nicht in ihrer Wirkungsweise beschrieben werden.

Für den Chemiker Barthel ist das Forschungsprojekt eine "Quasi-Fracking-Technologie", er lehnt sie ab. Auch Peter Orendi vom Ostallgäuer BN befürchtet "versuchs- und forschungsbedingte Unwägbarkeiten", die selbst die Firma "noch nicht kennt". Er nennt das Vorhaben ein "Labor-Projekt mit einem völlig ungewissen Ausgang für die Bevölkerung".

"Mit Fracking rein gar nichts zu tun"

Exorka, Knapek und Klapperich weisen die Kritik zurück. "Die Gesteins-Stimulierung, die hier erprobt werden soll, hat mit Fracking rein gar nichts zu tun", sagt Knapek. Zum einen werde Schiefergas-Fracking in sehr viel geringeren Tiefen angewendet als die Gesteins-Stimulierung bei der petrothermalen Geothermie. "Bei Fracking geht es um Tiefen von 1000 Metern und weniger", sagt Knapek. "Damit ist man in Schichten, aus denen Trinkwasser gefördert wird, da sind Umweltprobleme programmiert."

In Tiefen von 3000 bis 5000 Metern wie in Mauerstetten sei das nicht der Fall. Zum anderen arbeite man bei Schiefergas-Fracking mit höchst aggressiven Chemikalien, welche aus Furcht vor Wettbewerbs-Nachteilen oft nicht einmal öffentlich gemacht würden. "Salzsäure-Lösungen und flüssiges Kohlendioxid dagegen sind bestens erprobt und bewährt", sagt Knapek. "Sie werden sogar bei Trinkwasser-Bohrungen eingesetzt."

Auch die Umweltminister in Berlin und München stehen zu dem Versuch. Bundesminister Altmaier schließt Gefahren "nach menschlichem Ermessen" aus, wie er den Kaufbeurer CSU-Bundestagsabgeordneten Stephan Stracke wissen ließ. Das Erdbeben-Risiko werde überwacht, das chemische Risiko sei "minimal". Und abgesehen von "geringen Mengen an Bioziden", sei für das Verfahren "kein Einsatz von giftigen Komponenten erforderlich".

Auch für Altmaiers bayerischen Kollegen Marcel Huber (CSU) ist das Vorhaben mit "umfangreichen Fracking-Maßnahmen zur systematischen, flächenhaften Erschließung unkonventioneller Erdgaslagerstätten nicht zu vergleichen". Den Kaufbeurer OB Bosse beruhigt das nicht. "Wir warten auf den Genehmigungsbescheid", sagt er, "dann entscheiden wir, ob wir klagen oder nicht."

http://www.sueddeutsche.de/bayern/geothermie-im-ostallgaeu-revolution-in-metern-tiefe-1.1738589-2

5. August 2013 10:12 Süddeutsche

Geothermie im Ostallgäu

Revolution in 4500 Metern Tiefe

 

Im Ostallgäu wollen Experten ein neues Verfahren der Geothermie-Nutzung erproben. Sie bezeichnen ihr Projekt als revolutionär und absolut ungefährlich. Doch viele Bürger sind beunruhigt. Sie sprechen von Fracking und befürchten, dass es sogar zu einem Erdbeben kommen könnte.

Von Stefan Mayr und Christian Sebald

Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) fördert das Projekt, beteiligt sind so renommierte Institute wie das Geoforschungszentrum (GFZ) Potsdam und die TU Bergakademie Freiberg. Bei "Geothermie Allgäu 2.0" in Mauerstetten im Ostallgäu geht es um Erdwärme, also um eine regenerative Energie. Sollte das Projekt erfolgreich sein, würde dies eine Revolution der Geothermie-Nutzung in Bayern einleiten.

Denn dann könnte man die Wärme aus Gesteinsschichten in 3000 bis 5000 Metern Tiefe auch dann nutzen, wenn die Bohrung auf zu wenig oder überhaupt kein heißes Thermalwasser stößt, das man zur Energieerzeugung nach oben fördern kann. Das sagt zumindest Herbert Klapperich, Professor an der Freiberger Bergakademie. Im Ostallgäu herrscht dagegen große Unruhe. Viele sprechen von Fracking und befürchten, dass es infolge des Versuchs sogar zu einem Erdbeben kommen könnte.

Ursprünglich war "Geothermie Allgäu 2.0" ein konventionelles Geothermie-Projekt, wie man sie inzwischen überall in Südbayern kennt. 2008 setzte das Unternehmen Exorka in Mauerstetten bei Kaufbeuren eine gut 4500 Meter tiefe Bohrung ins Kalkgestein - in der Erwartung, in der Tiefe auf mehr als hundert Grad heißes Wasser zu treffen. Wie in der Geothermie üblich, sollte es nach oben gepumpt werden, um damit Strom und Wärme zu erzeugen. Die Erwartungen wurden enttäuscht. Man traf kein heißes Wasser an, nur heißes Kalkgestein. Das Bohrloch wurde ungenutzt verschlossen, man hatte Millionen Euro buchstäblich im Boden versenkt. Zumindest erschien es so.

Denn alsbald überlegten Exorka, die Forscher an der Freiberger Bergakademie und am Potsdamer GFZ sowie die Experten am Bundesumweltministerium, wie man das Bohrloch doch noch nutzen könnte. Ihre Idee: "Wir stimulieren das heiße Kalkgestein in der Tiefe so, dass sich dort wasserdurchlässige Klüfte und Risse bilden", sagt Professor Klapperich. "Gelingt das, dann stoßen wir womöglich doch noch auf heißes Wasser, das man hochpumpen kann."

Aber selbst bei einem Fehlschlag wäre das Ganze nicht vergeblich. "Dann pumpen wir kaltes Wasser von oben in 4500 Meter Tiefe hinunter", sagt Klapperich. "Es fließt durch das Gestein, erhitzt sich, wir fördern es wieder nach oben und gewinnen Wärme und Strom aus ihm." Der Name der Technologie: petrothermale Geothermie.

"Wir könnten beinahe überall Geothermie-Kraftwerke bauen"

Die Idee klingt brillant. "Mit dem Verfahren wären der Geothermie in Bayern Tür und Tor geöffnet, denn dann bräuchte man kein heißes Wasser mehr im Untergrund", sagt Erwin Knapek. "Es genügt ein Gestein, das wir wasserdurchlässig machen können." Sogar der klüftige Granit in der Oberpfalz, wo bisher keine Geothermie möglich ist, könnte laut Knapek genutzt werden. "Wir könnten beinahe überall Geothermie-Kraftwerke bauen."

Wenn Knapek das sagt, muss etwas dran sein. Der Physiker und Ex-Kommunalpolitiker ist Geothermie-Pionier der ersten Stunde. Er hat das Geothermie-Kraftwerk in Unterhaching bei München initiiert, das erste seiner Art in Deutschland. Inzwischen ist Knapek Vorsitzender des Branchenverbands "Wirtschaftsforum Geothermie".

In Mauerstetten soll die petrothermale Geothermie erstmals in Deutschland erprobt werden. Dazu will man eine Salzsäurelösung in die Tiefe pumpen. "Damit stimulieren wir das Kalkgestein in einem Umkreis von etwa 250 Metern, damit die gewünschten Klüfte und Risse entstehen", sagt Exorka-Chef Curd Bems. Außerdem soll flüssiges Kohlendioxid zum Einsatz kommen. Beides sei, so Bems, absolut ungefährlich. Der Druck, mit dem die Lösung ins Gestein injiziert werde, sei sehr maßvoll; nur zehn Bar höher als der Druck, der ohnehin in 4500 Metern Tiefe herrscht.

http://www.sueddeutsche.de/bayern/geothermie-im-ostallgaeu-revolution-in-metern-tiefe-1.1738589

Der Betreiber ist eine 25.000-Euro-GmbH mit angeblich fast 19 Millionen Euro Schulden  

Während die Betreiber keine chemischen Zusätze einsetzen wollen,beschreibt der Lobbyverband dem Hr. Knapek angehört, genau dies:

 

GTV Bundesverband Geothermie

 

Petrothermale Geothermie

 

Die Nutzung von tief liegenden Wärmereservoiren, welche keine oder nur eine sehr geringe Wasserführung aufweisen, bezeichnet man als petrothermale Systeme.
Im Einsatz petrothermaler Systeme liegt mit etwa 90% der Hauptteil des Potenzials zur geothermischen Stromerzeugung in Deutschland. Aktuelle Petrothermal-Projekte sind das EU-Forschungsprojekt Soultz-sous-Foret sowie die aktuell ruhenden Projekte Bad Urach und Basel.
Als Reservoirformationen können hier Kristallin- und dicht gelagerte Sedimentgesteine in ausreichender Tiefe und mit entsprechend hohen Temperaturen (mehr als 150 °C) dienen.
Die Erschließung erfolgt über zwei oder mehr Bohrungen, welche in tief liegende dichte Gesteine geführt werden. Durch Stimulationsmaßnahmen werden künstliche Wasserwegsamkeiten geschaffen.

Für die Nutzung petrothermaler Geothermie werden verschiedene Begriffe verwendet. Durchgesetzt hat sich im europäischen Raum der Ausdruck „Enhanced Geothermal System“ (EGS), zu deutsch etwa „Verbesserte geothermische Systeme“. Im amerikanischen Raum ist der Begriff „Engineered Geothermal Systems“ (ebenfalls EGS) im Gebrauch. Unter diesen Begriff fallen auch die Projekte, bei denen eine geringe natürliche Durchlässigkeit mittels massiver Stimulation erhöht wird. Veraltet und technisch überholt sind die Begriffe Hot-Dry-Rock (HDR), Hot-Wet-Rock (HWR) und Deep Heat Mining (DHM). Das letztere erweckt den Eindruck, dass ähnlich wie bei einer mineralischen Lagerstätte eine „Ausbeutung“ erfolgt und kein Bodenschatz mehr verbleibt. Dies ist im Falle der Geothermie nicht richtig, da die Ressource nach menschlichem Ermessen unendlich zur Verfügung steht.  
Die hydraulische Stimulation (hydraulic fracturing) stellt mit der Aufweitung bestehender Klüfte und dem künstlichen Aufbrechen des kompakten Gesteins den maßgeblichen Teil der Erschließungstechnik dar. Dies wird jeweils über das Verpressen von Wasser in großen Mengen und unter hohen Drücken in das Gestein erreicht. Durch das Einpressen von kaltem Wasser wird das Gestein abgekühlt, die damit einhergehende Kontraktion desselben unterstützt das Aufreißen von Klüften.
Die hydraulische Stimulation stellt nur eine der möglichen Stimulationsverfahren dar. Mittels chemischer Stimulation unter Einsatz z.B. von Säuren, lassen sich Klüfte in löslichen Gesteinen, wie zum Beispiel kalkhaltige Gesteine, vergrößern und Bohrklein und Beläge entfernen.
Der Wärmeentzug erfolgt über zirkulierendes Wasser, welches dem künstlich erweiterten oder gänzlich neu erschaffenen Kluftsystem über die Injektionsbohrung zugeführt wird und dort Wärme aus dem Gestein aufnimmt. Das aufgeheizte Wasser wird über die Förderbohrung an die Oberfläche gebracht, wo es der Energieerzeugung dient und anschließend über die Injektionsbohrung erneut dem Kreislauf zugeführt wird.

 

http://www.geothermie.de/wissenswelt/geothermie/technologien/petrothermale-systeme.html


06.08.2013 Rhein-Neckar-Zeitung

Geothermie-Bohrungen - Mitten durch Brühl geht ein tiefer Graben

Die Suche nach Energie in der Erde spaltet die Brühler Bevölkerung. Ein Ende des Konfliktes ist nicht in Sicht.

Von Stefan Kern

Brühl. Die Angst geht um - auch in Brühl. War die Geothermie vor wenigen Jahren wie an manchen anderen Orten auch hier noch Hoffnungsträger Nummer 1 in Sachen nachhaltiger Energieversorgung, ist sie heute bei vielen Bürgern eher eine Art energetisches Schmuddelkind. Grund dafür ist das Erdbebenrisiko. Landau, Basel und jüngst St.Gallen stehen für Gefahren, die die Nutzung der Erdwärme mit sich bringen. Im nicht ganz 14.000 Einwohner zählenden Brühl hat sich nach anfänglicher allgemeiner Zustimmung zu einem geplanten Geothermie-Projekt vor etwa fünf Jahren mittlerweile eine regelrechte Front gegen den Bau eines Geothermiekraftwerks gebildet. Und nachdem das Verwaltungsgericht Ende letzter Woche entschied, dass das Kraftwerk entgegen einem Gemeinderatsbeschluss wohl doch gebaut werden darf (wir berichteten), geht jetzt ein richtiger "Geothermie-Graben" mitten durch die Gemeinde.

Dass in Brühl im Gegensatz zu Stauffen ein Tiefengeothermie-Projekt geplant ist, nimmt dabei den meisten Skeptikern keineswegs ihre Vorbehalte und schon gar nicht ihre Angst. Dennoch ist der Unterschied wichtig: Während bei der Oberflächengeothermie Bohrungen nur bis maximal 400 Meter vorangetrieben werden (dabei wurden in Stauffen etwa 200 Häuser massiv geschädigt), werden die Bohrungen bei der Tiefengeothermie bis in 3000 oder sogar 4000 Meter vorangetrieben. Dabei wird entweder vorhandenes heißes Wasser zur Energiegewinnung genutzt oder Wasser n den Untergrund verpresst, wo es sich aufwärmt und dann wieder nach oben gefördert wird. Bei solchen Bohrungen, genauer beim Verpressen von Wasser, sagen Experten, kann es zu ruckartigen Gesteinsverschiebungen und damit zu Erdbeben kommen.

Was die Angst in Brühl zumindest erklärt - denn hier wurde in der Tat sehr tief gebohrt. Allerdings auch mit Erfolg. Denn Tatsache ist: Das Unternehmen "GeoEnergy" fand in über 3000 Meter Tiefe rund 150 Grad heißes Wasser. Und das reicht laut Unternehmensangaben immerhin für fünf oder sechs Megawatt - oder rund 10.000 Haushalte.

Los ging das alles am 28. Februar 2008. Damals votierten noch alle Fraktionen im Gemeinderat für das Projekt. Nur wenige Monate später wandelte sich unter dem Eindruck von Erdstößen in Landau das Meinungsbild. In der Bevölkerung regte sich massiver Widerstand, und auch im Gemeinderat änderte sich die Haltung weitgehend. Heute stehen nur noch Bürgermeister Ralf Göck und die SPD-Fraktion hinter dem Geothermieprojekt. Keine Gemeinderatssitzung und kaum ein Stammtisch, an dem das Thema nicht behandelt wird. Und sogar eine Bürgerbefragung wurde durchgeführt: Im Oktober 2012 stimmen sage und schreibe 67 Prozent derjenigen, die sich daran beteiligten, gegen das Projekt. Da die Wahlbeteiligung jedoch nur bei 37 Prozent lag, blieb das Votum ohne Folgen.

Dennoch kehrte keine Ruhe ein: Runde Tische wurden organisiert und immer wieder Informationsveranstaltungen durchgeführt. Und der Widerstand, mittlerweile in einer Bürgerinitiative institutionalisiert, blieb bestehen.

Am Ende werden wohl die Justiz und das Freiburger Bergamt über das Schicksal der Brühler Geothermie entscheiden. Denn in der Gemeinde selbst, darüber zumindest sind sich Gegner als auch Befürworter einig, sind die Fronten längst so verhärtet, dass eine Einigung letztlich ausgeschlossen scheint.

 http://www.rnz.de/rnzthema/00_20130806000106_105575319_Geothermie_Bohrungen___Mitten_durch_Bruehl_geh.html#ad-image-0

31.07.2013 Neue Zürcher Zeitung

 

Weitere Abklärungen nötig

Stabile Lage am Geothermie-Bohrloch

(sda) Die Lage am Geothermie-Bohrloch in St. Gallen ist stabil. Der Druck im Bohrloch in 4450 Metern Tiefe hat sich normalisiert. Nach dem Erdbeben der Stärke 3,6 vom Samstag, nimmt die Häufigkeit und Stärke der Nachbeben erwartungsgemäss ab. Bisher gingen 120 Schadensmeldungen ein. Spezialisten seien weiter daran, den Unfall und dessen Auswirkungen zu analysieren, teilte die Stadt St. Gallen am Freitagnachmittag mit. Um eine Entscheidungs-Grundlage über die Fortführung oder den Abbruch des Geothermie-Projekts zu erhalten, seien weitere Abklärungen nötig.

 

 

28.07.2013 Schweizer Tages Anzeiger

 

Schweiz soll Geothermie-Projekte ins Ausland auslagern


Nach dem Erdbeben in St. Gallen zweifelt der zuständige Stadtrat, ob die Geothermiebohrung fortgesetzt werden kann. Mehrere Nationalräte fordern nun ein Engagement im Ausland.

 

1/10 Das Projekt wurde unterbrochen: Geothermieanlage im Sittertobel in St. Gallen. (24. Juli 2013)

Sollen sich Schweizer Energieversorger an Geothermieprojekten im Ausland beteiligen, statt hierzulande selber nach heissem Wasser zu bohren.

Risiken der Geothermie
Neben dem Erdbeben in St. Gallen kam es auch andernorts zu Vorfällen aufgrund geothermischer Tiefenbohrungen.

Eine Woche nach dem Erdbeben in St. Gallen stellen Energiepolitiker die Zukunft der Schweizer Geothermie immer mehr infrage. Der für das St. Galler Projekt zuständige Stadtrat Fredy Brunner spricht von einer neuen Risikosituation. Denn «mit einer minimalen Stimulation wurde in einem lange Zeit stabilen Gestein eine maximale Wirkung in Form eines Erdbebens erzielt», sagt er gegenüber der «Ostschweiz am Sonntag». «Den Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung haben wir in diesem Fall nicht im Griff.» Die Stadtregierung könne die Risiken des Projekts nicht mehr kalkulieren.

Der Chef des Bundesamts für Energie verteidigt jedoch die Geothermie. «Arbeiten im tiefen Untergrund heisst immer Arbeiten mit Unwägbarkeiten», sagt Walter Steinmann in der «NZZ am Sonntag» (Artikel online nicht verfügbar). Er glaubt, die Geothermie habe nach wie vor Chancen in der Schweiz. Jedes Projekt bringe neue Erkenntnisse über den Untergrund, die für weitere Vorhaben nützlich seien.

Geothermiestrom aus dem Ausland

Anstatt in riskante und teure Projekt im Inland zu investieren, fordern erste Politiker nun, die Energiekonzerne sollten sich an Werken im Ausland beteiligen, wo die Voraussetzungen aus geologischen Gründen oftmals günstiger sind. «In der Geothermie ist es sinnvoll, europäischer zu denken», meint Nationalrat Bastien Girod in der «Ostschweiz am Sonntag». «Da Bohrungen im Ausland teilweise weniger Risiken bergen, sollen die Produzenten ein stärkeres Engagement in Anlagen in Nachbarländern prüfen.»

Gleicher Meinung ist der freisinnige Nationalrat Christian Wasserfallen: «Es ist sicher eine Option, dass die Schweiz künftig den Geothermiestrom aus dem Ausland bezieht.»

Schweiz soll Projekte im Ausland fördern

Um Schweizer Investitionen im Ausland zu fördern, will Girod staatliche Gelder zur Verfügung stellen: «Die Schweiz braucht eine Förderung für erneuerbare Energien aus dem Ausland.» Eine Möglichkeit sei, «Gelder aus der kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) künftig auch für ausländische Projekte zu sprechen». Dabei sollen die Behörden einen deutlich reduzierten Tarif anwenden, da die Produktion im Ausland generell billiger sei und für die Schweiz weniger Wertschöpfung schaffe.

Eine zweite Möglichkeit sieht der Präsident der Grünliberalen, Martin Bäumle, darin, «dass wir bei der geplanten Liberalisierung des Strommarkts für private Kunden festhalten, dass ein steigender Anteil des Konsums aus erneuerbaren Quellen stammen muss». So könne der Bund verhindern, dass Dumpingangebote mit Kohle- oder Atomstrom den Anteil der erneuerbaren Energien senkten.

Erhöhung der Selbstversorgung «unrealistisch»

Mit seiner Energiestrategie 2050 will der Bundesrat nicht nur aus der Atomenergie aussteigen, sondern er möchte auch den Anteil einheimischer Produktion erhöhen und damit die Abhängigkeit vom Ausland verringern. Nach den Rückschlägen in der Geothermie halten Energiepolitiker dieses Ziel für unrealistisch: «Beim Ziel, die Selbstversorgung im Energiebereich zu stärken, muss die Schweiz offener sein», fordert Martin Bäumle.

Die Zürcher SP-Nationalrätin Jacqueline Badran doppelt nach: «Es macht keinen Sinn, wenn die Schweiz die erneuerbaren Energien unbedingt alle auf dem eigenen Boden produzieren will.» Dem Anliegen der Versorgungssicherheit sei auch dann Rechnung getragen, wenn Schweizer Stromproduzenten im nahen Ausland über eigene Produktionsstätten verfügten, die unter ihrer Kontrolle stünden.

 

Kirchweidach    23.07.2013  Heimatanzeiger.de

Nach Erdbeben in St. Gallen: Droht durch die GEOenergie Kirchweidach Gefahr?

 

Im Umgriff des geplanten Geothermie-Projekts in St. Gallen in der Schweiz ereignete sich am Samstagmorgen ein leichtes Erdbeben der Stärke 3,6 in rund vier Kilometern Tiefe, weitere kleine Nachbeben folgten. Wie der Schweizerische Erdbebendienst (SED) mitteilte, steht das Erbeben wahrscheinlich in direktem Zusammenhang mit den Test- und Stimulationsmaßnahmen im Bohrloch. Diese Information verbreitet der Bundesverband Geothermie auf seiner Homepage. Auf diese Nachrichten hat die GEOenergie Kirchweidach GmbH am Dienstag mit einer Presseerklärung reagiert. St. Gallen befindet sich geografisch gesehen in unmittelbarer Nähe des Südufers des Bodensees auf Schweizer Seite und somit laut Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft von Baden-Württemberg in unmittelbarer Nähe zu der Gefährdungszone 2.

"Keine Gefährdungszone"

"Im Gegensatz dazu befindet sich das Gebiet um Kirchweidach in keiner Gefährdungszone", betont GEOenergie-Geschäftsführer Bernhard Gubo. Laut Erdbebenkatalog, der alle bekannten aufgetretenen Erdbeben seit dem Jahr 800 n. Chr. in ihrer Stärke darstellt, liegt St. Gallen in einer gefährdeten Region, Kirchweidach dagegen in einem tektonisch ruhigen Gebiet.

 http://www.heimatzeitung.de/startseite/blickpunkte/874774_Nach-Erdbeben-in-St.-Gallen-Droht-durch-die-GEOenergie-Kirchweidach-Gefahr.html

22.07.2013 Neue Zürcher Zeitung

 

Im Nachgang zum Erdbeben in St. Gallen sagen Politiker und Fachleute der Geothermie eine düstere Zukunft voraus. Dabei spielt Strom aus der Erde eine Rolle beim Atomausstieg

Strom aus dem Schweizer Untergrund mit einem Geothermie-Kraftwerk zu gewinnen, bleibt möglicherweise ein Traum. Gestern Samstag in der Früh riss ein Erdbeben der Stärke 3,6 in vier Kilometern Tiefe St. Galler und Appenzeller aus dem Schlaf. Schäden sind bis jetzt keine bekannt, Nachbeben aber nicht ausgeschlossen. Auslöser ist das Geothermieprojekt der Stadt St. Gallen: In 4500 Metern Tiefe hoffen die Stadtwerke, auf heisses Wasser zu stossen, um damit Strom für bis zu 3000 Haushalte produzieren und ein Fernwärmenetz aufbauen zu können. 2010 hatten die Stimmberechtigten dafür 160 Millionen Franken gesprochen. Seit Anfang März hatte man gebohrt, vor einigen Tagen strömte plötzlich Gas mit grossem Druck ins Bohrloch. Um diesen auszugleichen, wurde eine schwere Bohrspülung ins Loch gepumpt. Dies dürfte das Erdbeben ausgelöst haben. In den nächsten Tagen versuchen die Verantwortlichen nun, das Bohrloch zu stabilisieren.

Erinnerungen an Basler Beben

Ein Krisenstab wird dann entscheiden, wie es weitergeht. «Es ist alles offen, der Fächer reicht vom Abbruch des Projekts bis zur Weiterführung wie bisher», sagt Marco Huwiler, Leiter Geothermie bei den Sankt Galler Stadtwerken. Für die Bevölkerung bestehe so oder so keine Gefahr. Das Erdbeben weckt Erinnerungen an Basel. Dort wurde 2009 ein Geothermie-Vorhaben gestoppt, nachdem Bohrungen ein Erdbeben der Stärke 3,4 ausgelöst hatten. Die Verantwortlichen in St. Gallen hatten allerdings stets betont, dass in der Ostschweiz ein anderes, sichereres Verfahren angewendet werde. An einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz am Samstag zeigte sich Stadtpräsident Thomas Scheitlin denn auch überrascht. Umso mehr sorgt die Geothermie nun in der Politik für Unmut. «Ich will zwar nicht sagen, dass der Vorfall gleich das Aus für diese Energiequelle bedeutet, aber es ist ein herber Rückschlag und sehr schade», sagt Kathy Riklin, CVP-Nationalrätin und Präsidentin der Schweizerischen Vereinigung für Geothermie. Deutlich wird auch der ehemalige SP-Nationalrat und Energiepolitiker Rudolf Rechsteiner – er sitzt noch heute in einer Strategiegruppe des Bundes zum Thema Energie: «Geothermie zur Stromgewinnung ist ein Hobby für Geologen. Der Gewinn steht in keinem Verhältnis zu den Risiken.» Er habe in Basel gesehen, welche Angst ein Erdbeben auslöse. «Man kann nicht auf die Gefahren von AKW hinweisen und gleichzeitig bei den erneuerbaren Energien beide Augen zudrücken.» Der Untergrund solle besser zur Wärmegewinnung genutzt werden, während sich für die Stromproduktion Wind und Sonne anböten.

Bund verteidigt Geothermie

«Geothermie wird keine verlässliche Energiequelle zur Stromgewinnung», sagt auch FDP-Nationalrat und Energiepolitiker Christian Wasserfallen. Vor diesem Hintergrund sei es «sportlich», dass der Bund bis 2050 mit 4,3 Terawattstunden Strom aus Geothermie rechne. «Das ist fast doppelt so viel, wie das Atomkraftwerk Mühleberg heute produziert.» Auch Riklin findet: «Die Energiestrategie des Bunds ist nicht realistisch.» Laut der Energiestrategie 2050 des Bunds, die auch den Ausstieg aus der Atomenergie vorsieht, soll in der Schweiz bis 2035 eine Terawattstunde Strom aus Geothermie gewonnen werden, bis 2050 sollen es die erwähnten 4,3 Terawattstunden sein. Damit könnten 1,2 Millionen Haushalte versorgt werden. Heute liefert die Geothermie noch keine einzige Kilowattstunde Strom. Anders in Süddeutschland: In der Nähe von München ist ein kleines Geothermiekraftwerk in Betrieb.

Beim Bundesamt für Energie ist man trotz allem zuversichtlich. «Der Bund hat die St. Galler Pläne geprüft und steht nach wie vor voll hinter dem Projekt», sagt Amtssprecherin Marianne Zünd. Das Erdbeben habe sie nicht überrascht, damit habe man rechnen müssen. «Wichtig ist, dass die Risiken transparent gemacht werden und die Bevölkerung umfassend informiert ist. In St. Gallen war dies der Fall.» Der Bund hat auch ein finanzielles Interesse an der Weiterführung des Vorhabens. Im Fall eines Abbruchs müsste er nämlich aufgrund einer Bürgschaft 24 Millionen Franken beisteuern.

http://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/der-geothermie-droht-das-aus-1.18120389

21.07.2013 Schweizer Tages Anzeiger

«Die Bohranlage drohte in die Luft zu gehen»

 

Im Gebiet des Geothermie-Projekts waren laut den Verantwortlichen «Menschenleben in Gefahr». Deshalb pressten sie die Wassermassen ins Bohrloch – trotz Vorbeben. Die Situation am Bohrloch des Geothermie-Projekts in St. Gallen war gemäss neusten Erkenntnissen äusserst dramatisch: «Die Bohranlage drohte in die Luft zu gehen», bestätigt Ivo Schillig, Chef der St. Galler Stadtwerke, gegenüber der «SonntagsZeitung». Auf der Bohranlage waren laut Schillig «Menschenleben in Gefahr», weshalb die Verantwortlichen Wasser ins Bohrloch einpressten. Dies, obwohl es schon am Freitag zu einem ersten Beben gekommen war. «Hier hätte man laut Studie aufhören müssen, Wasser einzupressen», sagt der Chef des Schweizer Erdbebendienstes, Stefan Wiemer. Wegen des Gasaustritts sei dies aber nicht möglich gewesen. Statt abzubrechen, sah man sich gezwungen, insgesamt 650 Kubikmeter Wasser und schwere Bohrspülung ins Loch zu pressen, was gestern früh das zweite Beben der Stärke 3,6 auslöste – einiges stärker noch als die Erdstösse in Basel. Dort bedeutete 2009 ein Beben von 3,4 das Aus fürs Geothermie-Projekt.

Politiker wollen Fördergelder streichen

Ein Szenario, das nun auch für St.Gallen im Raum steht. So fordert der grüne Nationalrat Bastien Girod ein Umdenken: «Das Bundesamt für Energie muss entscheiden, dass es die 130 Millionen Franken geplante Fördergelder für die Geothermie nun in grosse Projekte in der Wasser-, Wind- und Solarenergie steckt», sagt der grüne Vizepräsident zur «Ostschweiz am Sonntag». Gleicher Meinung ist der freisinnige Nationalrat Christian Wasserfallen: «Die Forschung in der Geothermie zwecks Stromerzeugung steckt heute noch in den Kinderschuhen. Unter diesen Voraussetzungen ist es unsinnig, dass wir hohe Geldbeträge in konkrete Projekte stecken.» Der zuständige Stadtrat Fredy Brunner spricht in Bezug auf die Lage in St. Gallen von einem «Super-GAU». Ob das Geothermie-Projekt abgebrochen wird, wollen die Verantwortlichen nach mehrere Tage dauernden Analysearbeiten entscheiden.

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/technik/Die-Bohranlage-drohte-in-die-Luft-zu-gehen/story/16937853

20.07.2013 Schweizer Tages Anzeiger

St. Galler Geothermieprojekt vorläufig gestoppt

 

Schwerer Rückschlag für das grösste Geothermieprojekt der Schweiz: Nach einem Erdbeben der Stärke 3,6 wurden in St. Gallen die Testbohrungen unterbrochen.

Die Geothermie-Arbeiten im Sittertobel bei St. Gallen haben am frühen Samstagmorgen ein Erdbeben der Stärke 3,6 ausgelöst. Der Erdstoss war vom Bodensee bis ins Appenzellerland deutlich zu spüren. Die Arbeiten im Geothermie-Bohrloch sind vorläufig gestoppt.

Schadensmeldungen gab es keine. Das Erdbeben bedeutet für das grösste Geothermie-Projekt der Schweiz aber einen schweren Rückschlag. Wie es mit dem Anfang März begonnenen Vorhaben weiter geht, entscheidet ein Krisenstab in den nächsten Tagen. Stadtpräsident Thomas Scheitlin sagte an einer Medienkonferenz, man sei vom Erdbeben überrascht worden. Die Verantwortlichen hätten die Lage im Griff. Das 4450 Meter tiefe Bohrloch wurde verschlossen. Laut dem Direktor des Schweizerischen Erdbebendienstes (SED), Stefan Wiemer, wurden im Umkreis des Bohrplatzes seit Mittwoch etwa 100 schwache Mikrobeben registriert. In der Nacht auf Samstag nahmen die Erdstösse dann an Stärke zu.Um 5.30 Uhr bebte die Erde in einer Tiefe von 4000 Metern mit Stärke 3,6. Laut Wiemer ist klar, dass die Geothermiearbeiten den Erdstoss ausgelöst haben. Es sei mit weiteren kleineren Beben zu rechnen. Der Erdbebendienst hat in der Region Messgeräte installiert, deren Aufzeichnungen laut Wiemer noch ausgewertet werden müssen.

Überraschender Gaseinbruch

Ein verantwortlicher Ingenieur erklärte, am Freitag sei während der Vorbereitungen für Tests in über 4000 Metern Tiefe überraschend Gas mit grossem Druck ins Bohrloch gedrungen. Gegen diesen Druck wurden 650 Kubikmeter Wasser und schwere Bohrspülung ins Loch gepumpt. Dieser Vorgang könnte den Erdstoss ausgelöst haben. Der Unterbruch kommt just in einer heissen Phase des St. Galler Geothermie-Projekts. Pumptests in über 4000 Metern Tiefe hätten in den nächsten Wochen zeigen sollen, ob das erhoffte Heisswasser angezapft werden kann. Im Idealfall könnten damit Tausende Gebäude geheizt und Strom erzeugt werden.

160-Millionen-Projekt mit Risiko

Für die Stadt ist das Projekt eine Chance, aber auch ein finanzielles Risiko: Die Stimmberechtigten sagten 2010 deutlich Ja zu einem Kredit von 160 Millionen Franken. 80 Millionen kosten die Tiefenbohrung und der Bau des Kraftwerks. Nochmals so viel ist für den Ausbau des Fernwärmenetzes vorgesehen. Die Bohrarbeiten im Sittertobel sind seit Anfang März im Gang. Die deutsche Itag Tiefbohr-GmbH installierte den 60 Meter hohen Bohrturm. Seither standen die Arbeiter und Ingenieure rund um die Uhr im Einsatz.

Erinnerungen an Basel werden wach

In Basel war 2009 ein Geothermieprojekt an Erdbeben gescheitert. Während in Basel Wasser unter Hochdruck in 5000 Meter Tiefe gepumpt wurde, um einen künstlichen Kreislauf zu erzeugen, setzt St. Gallen auf die hydrothermale Methode: Dabei wird eine natürliche wasserführende Schicht angezapft. Diese Methode sei schonender, betonten die St. Galler Geothermie-Verantwortlichen wiederholt. Das Erdbeben vom Samstag war mit einer Stärke von 3,6 vergleichbar mit dem Beben von Basel, wie Stefan Wiemer vom Erdbebendienst SED sagte. In Basel wahren mehrere Erdstösse bis zu einer Magnitude von 3,4 registriert worden. (wid/fko/sda)

http://www.tagesanzeiger.ch/panorama/vermischtes/Testbohrungen-in-St-Gallen-loesen-Erdbeben-aus-/story/25136827

11.07.2003 N24.de

Nach Erdwärme-Bohrung Französisches Dorf bricht auseinander

Risse an den Fassaden, eingesunkene Straßen und ganze Häuser in Schieflage: Ein kleines Dorf im Elsass droht abzusacken. Schuld daran sind Bohrungen für eine Erdwärmeheizung.

In hundert Metern geht’s nicht mehr weiter: Eine Bohrung für eine Erdwärmeheizung macht Lochwiller langsam unbewohnbar.

Häuser in Schieflage, Fassaden voller Risse, eine eingesunkene Straße - im elsässischen Lochwiller ist der Boden in Bewegung geraten. Und die 450 Einwohner fürchten, dass ihr Dorf eines Tages gar nicht mehr bewohnbar sein wird. Nach einigem Rätselraten scheint nun zumindest die Ursache des Phänomens geklärt: Experten zufolge wurden die Schäden durch Bohrungen für eine Erdwärmeheizung verursacht. Die Bewohner sind stinksauer über den Vorfall, der sich so auch schon in Süddeutschland ereignet hat."Seit zwei Jahren geht alles kaputt", wettert Rodolphe Matjeka und zeigt auf die Risse an seinem Haus, einem typisch elsässischen Bauernhof aus dem 18. Jahrhundert, den er 2009 erworben hat. Eine der Treppen sei "in zwei Teile gebrochen". Die angrenzende Scheune habe er abreißen lassen müssen, weil sie zusammenzubrechen drohte. Der vom Pech verfolgte Hausbesitzer hat mittlerweile ein Gericht angerufen, um Schadensersatz zu fordern. Die Reparaturen hätten ihn schon "mehrere zehntausend Euro" gekostet, klagt Matjeka.

Gleiches Phänomen im badischen Staufen

Mehrere Nachbarn, deren Häuser ebenfalls betroffen sind, haben sich mittlerweile der Klage angeschlossen. "Zuerst meinten wir, die Neubausiedlung da oben sei schuld", erläutert Matjeka und zeigt auf einige neue Häuser auf einem Hügel. Von Fachleuten vorgenommene Messungen hätten aber die tatsächliche Ursache ausgemacht: Bohrungen für eine Erdwärmeheizung in einem nahegelegenen Garten.

Dabei sei in mehr als 100 Metern Tiefe eine undurchlässige Tonschicht durchbohrt worden, erläutert einer der Experten. Das darunterliegende Grundwasser sei mit großem Druck nach oben geschossen und in eine relativ weiche Gesteinsschicht gedrungen. Durch eine chemische Reaktion mit dem Calciumsulfat des Gesteins sei Gips entstanden, der durch das Wasser angeschwollen sei und den Boden nach oben gehoben habe.„Sonntags, nach dem Mittagessen, kommen sie, um die Risse von Lochwiller zu sehen“

Anwohner

Das gleiche Phänomen ist bereits seit 2007 im badischen Staufen im Breisgau zu beobachten, wo der Boden unter dem historischen Stadtkern ebenfalls nach einer Erdwärmebohrung in Bewegung geraten ist. Bis heute wurden in dem knapp 8000 Einwohner zählenden Städtchen mehr als 200 Gebäude beschädigt.

Im rund 33 Kilometer nordwestlich von Straßburg gelegenen Lochwiller sind die Schäden bisher nur an einigen Häusern zu sehen. Doch das Grundwasser breite sich immer weiter aus, erläutert der Experte. "Langfristig wird das ganze Dorf betroffen und immer mehr Häuser werden unbewohnbar sein."

Betroffen ist auch die Neubausiedlung. Ihr Haus neige sich immer mehr zur Seite, klagt eine junge Familienmutter. Auch die neuen Straßen der Siedlung schwellen an - innerhalb von drei Jahren wurde der Asphalt um rund zehn Zentimeter nach oben getrieben. Eine Straße musste bereits gesperrt werden.

"Ich habe noch nichts festgestellt", versichert ein junger Mann, dessen Haus rund hundert Meter von der Bohrstelle entfernt liegt. Ein Opfer sei er dennoch: "In Lochwiller lässt sich kein Haus mehr verkaufen", betont er. "Ich zahle also einen Kredit für eine Immobilie ab, die nichts mehr wert ist." Noch dazu sei das Dorf ein Ausflugsziel für Schaulustige geworden. "Sonntags, nach dem Mittagessen, kommen sie, um die Risse von Lochwiller zu sehen", sagt er bitter.

Der Bürgermeister der Gemeinde, Jean-Marie Storck, will nichts zu der Angelegenheit sagen, bevor die vom Gericht bestellten Gutachter ihren Bericht abgeliefert haben. In einer ersten Stellungnahme deutet ein vom Gericht beauftragter Gutachter eine Lösung an: Das gesamte Gebiet rund um die Bohrstelle müsse abgedichtet werden, um das Ansteigen des Grundwassers zu stoppen. Doch ob das gelinge, sei nicht sicher.

Vor allem bleibt die zentrale Frage - wer wird für die Schäden aufkommen? "Ob das die Gemeinde ist, der Staat, die Bohrfirma oder der Heizungsinstallateur - ein Verantwortlicher muss ausfindig gemacht werden", fordert Matjeka. "Denn unsere Versicherungen weigern sich inzwischen, noch irgendetwas zu erstatten."

http://www.n24.de/n24/Nachrichten/Panorama/d/3163712/franzoesisches-dorf-bricht-auseinander.html

26.06.2013 innsalzach24.de

Geothermie: Entscheidungen vertagt

Garching - Der Gemeinderat in Garching sollte am Dienstagabend über einige Fragen zum geplanten Geothermie-Kraftwerk entscheiden. Das hat er jedoch aufgeschoben.Die Entscheidung zu dem umstrittenen Geothermie-Projekt in Garching ist vorerst vertagt. Das Thema hätte gestern Abend eigentlich im Bauausschuss behandelt werden sollen. Die GEO-Energie Bayern GmbH bat allerdings um einen Aufschub. Ein in den vergangenen Wochen erstelltes Gutachten sei noch nicht komplett fertiggestellt, heißt es. Das Geothermie-Projekt soll deshalb auf der nächsten Sitzung erneut behandelt werden. Juristisch formuliert geht es momentan um den Antrag auf Vorbescheid. Dabei werden einzelne Aspekte des Vorhabens vorab verbindlich geregelt. Das Thema sorgte in der Gemeinde in den vergangenen Wochen für viel Aufregung. Eine Bürgerinitative mahnt vor allem eine hohe Lärmbelastung durch Bohrungen sowie die geringe Energieeffizienz des möglichen Geothermie-Kraftwerks an. Die Geo-Energie Bayern GmbH nimmt rund 70 Millionen Euro in die Hand, um das Projekt zu verwirklichen. In 3500 bis 3700 Metern Tiefe wird Messungen zufolge 127 bis 130 Grad heißes Wasser erwartet. Derzeit laufen noch die Planungen für die Bohrungen, die im Laufe dieses Jahres beginnen sollen. Fernziel ist die Inbetriebnahme eines Geothermie-Kraftwerks auf Garchinger Grund im Jahre 2015.

25.06.2013 PNP

GEOenergie zieht Antrag zurück

Garching. Der Antrag auf Vorbescheid der GEOenergie Bayern zur Errichtung einer Geothermieanlage in der Flur Bruck wird in der heutigen Sitzung des Bauausschusses entgegen der Ankündigung nicht behandelt. Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner teilte der Redaktion gestern Nachmittag aktuell mit, dass der Antrag vorerst zurückgezogen worden sei, weil die Feinabstimmung für das Lärmgutachten nicht rechtzeitig fertig werde.

 

22.06.2013

 

Am Dienstag 25.6.2013 um 18.30 Uhr beginnt eine Sitzung des Bauausschusses der Gemeinde Garching/Alz.

Auf der Tagesordnung steht einiges u.a. der Antrag auf Vorbescheid der Fa.GeoEnergie Bayern GmbH, Blumenstraße 16, 93055 Regensburg zum Bau einer Geo-Thermieanlage auf der Flur Bruck, Garching.

 

Kommt alle zur Sitzung und schaut euch an, wie schnell in Garching u.a. ein Geothermie Kraftwerk zur Stromerzeugung genehmigt wird, ohne auf uns Bürger von Garching zu achten!!!


Geothermie im Bauausschuss
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07.06.2013 PNP Kirchweihdach

Geothermie: Bergamt ist gefragt

Verfügungsmöglichkeit der Gemeinde hängt von Anerkennung ab

Kirchweidach. Zum geplanten Geothermie-Kraftwerk hat Bürgermeister Johann Krumbachner in der Sitzung des Gemeinderats berichtet, dass GEO-Energie Bayern zufolge der Frequenzumrichter repariert und eingebaut wurde. Die Pumpversuche könnten somit wieder gestartet werden. Es werde von Seiten der GEO-Energie weiterhin versucht, dass das Bergamt den letzten Pumpversuch, bei dem 105 Liter pro Sekunde gepumpt und verpresst wurden, anerkennt. Erteile das Bergamt seine Zustimmung, so der Bürgermeister, werde die Pumpe herausgenommen und die Gemeinde bekomme in absehbarer Zeit Zugriff auf das Bohrloch. Laut Vertrag mit GEO-Energie müsste das Bohrloch bis Ende Juli 2013 frei sein, hielt Krumbachner fest.

Zur Auskopplung des Thermalwassers sei bereits ein Unternehmer beauftragt worden, der auf Leihbasis eine Unterwasserpumpe und einen Wärmetauscher in zwei Containern zur Verfügung stelle. "Anschließend wird mit dem Leitungsbau zum Tomaten-Gewächshaus begonnen, um dieses Vorhaben bis voraussichtlich zum Monat Dezember 2013 mit Wärme versorgen zu können", teilte Krumbachner mit. Sollte der Pumptest vom Bergamt jedoch nicht anerkannt werden, müsse erneut gepumpt werden, die Gemeinde habe dann erst später Zugriff auf das Bohrloch.

Auch am Wärmeliefervertrag zwischen der Gemeinde und dem Betreiber des Tomaten-Gewächshauses werde intensiv gearbeitet. "Der Entwurf ist bereits fertig und muss nun noch von beiden Parteien überprüft werden", so der Bürgermeister. Bereits im Herbst sollte das Tomaten-Gewächshaus laut Zeitplan fertiggestellt sein.

04.06.2013 InnSalzach24


Schwierigkeiten mit der FDP

Fracking-Entwurf der Regierung gescheitert

Berlin - Der Gesetzentwurf der schwarz-gelben Regierung zur Neuregelung der Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten, dem sogenannten Fracking, ist gescheitert.

Das so genannte Fracking ist aus ökologischer Sicht umstritten.

Die Unionsfraktion im Bundestag habe entschieden, den Entwurf nicht mehr in dieser Wahlperiode einzubringen, teilte Bundesumweltminister Peter Altmaier (CDU) am Dienstag am Rande einer Fraktionssitzung in Berlin mit. Altmaier gab zur Begründung Schwierigkeiten mit dem Koalitionspartner FDP an, die nicht zu einem Moratorium bereit gewesen sei. Und die Opposition sei nicht bereit gewesen, konstruktiv über Verbesserungen nachzudenken, sagte der Minister. Nach Teilnehmerangaben aus der Sitzung kam aber auch erheblicher Widerstand aus der CSU-Landesgruppe und der CDU-Landesgruppe Nordrhein-Westfalen , denen auch Verschärfungen im Gesetzentwurf nicht weit genug gingen. Am liebsten wäre einer breiten Mehrheit der Fraktion ein Moratorium gewesen, mit dem Fracking für einen bestimmten Zeitraum verboten worden wäre. Dies lehnte die FDP ab.

30.05.2013 PNP

 

Merkel rät zu "äußerster Vorsicht" beim Fracking


Berlin. Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat für die geplanten Neuregelungen zur Gasförderung aus tiefen Gesteinsschichten den Schutz des Trinkwassers hervorgehoben. "Wir müssen alles tun, damit wir Umweltrisiken nicht eingehen", sagte sie bei einer im Internet übertragenen Telefondiskussion mit CDU-Mitgliedern. Solange bei der Fracking-Methode Chemikalien verwendet würden, "müssen wir mit äußerster Vorsicht vorgehen". Beim geplanten Fracking-Gesetz gehe es darum, Genehmigungen künftig zu erschweren. Mit Blick auf die Beratungen sagte sie: "Wir sind noch an der Erarbeitung und müssen schauen, ob wir einen Weg finden, dass das Thema Wasser sehr stark beachtet wird." Union und FDP hatten einen Entwurf schon verschärft.

 

Mediation Abschlussdokument Tiefe Geothermie Vorderpfalz
Sie sollten dieses Dokument aufmerksam lesen, um uns und unsere Anliegen und Befürchtungen zu verstehen!
2013-05-22 Abschlussdokument Tiefe Geoth[...]
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29.05.2013 Augsburger Allgemeine

 

Kraftwerksplanung in Utting

Bis nach der Wahl ist für Geothermie Pause

 

Geoenergie Bayern will Projekt einfrieren, bis bessere Prognosen auf künftige Einspeisevergütung möglich sind

Der Geschäftführer von Geoenergie Bayern, Bernhard Gubo will die Planungen in Utting einfrieren bis nach der Bundestagswahl.

  

Das Uttinger Geothermieprojekt ist gestoppt. Bürgermeister Josef Lutzenberger hat in der Gemeinderatssitzung am Donnerstagabend einen Brief von Bernhard Gubo, dem Geschäftsführer der Firma Geoenergie Bayern vorgelesene, der die Entwicklung des Stromeinspeisepreises für derzeit zu wenig berechenbar hält. In dem Schreiben verweist Gubo auf die politischen Entscheidungen zur Strompreisbremse, die tiefe Einschnitte in die Wirtschaftlichkeit von Geothermieprojekten bedeuteten. Auch wenn einiges zurückgenommen worden ist, fürchtet Gubo mögliche Einschnitte nach der Bundestagswahl.

Vor allem die „politische Großwetterlage“ ist es, die Gubo derzeit zögern lässt, weiter Geld für das Uttinger Projekt in die Hand zu nehmen, wie er dem LT sagte. Die politische Lage in Utting ist wiederum so, dass der Gemeinderat eine detaillierte Planung für ein Geothermiekraftwerk vorliegen haben will, um mit dieser Information in ein Ratsbegehren zu gehen. Eine Vorgehensweise, von der Bürgermeister Lutzenberger und das Ratsgremium auch nicht abweichen wollen, so der Tenor in der Sitzung. Gubo hat dafür Verständnis, obwohl er sich auch vorstellen kann, dass man mit einem vereinfachten Entwurf, der sich beispielsweise auf Lage, Kubatur und Schallschutz beschränkt, eine Bürgerbefragung durchführt.

Wollte Geoenergie Bayern eine detailreiche Planung vorlegen, die auch einem Entwurf für einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan genügen würde, müsste das Unternehmen weiteres Geld ausgeben. Wie Gubo dem LT sagte, könnten dies Ausgaben von mehreren 100000 Euro sein. „Und dann habe ich eine Planung, wie 2013 gebaut werden kann.“ Wird als Reaktion auf die Diskussion um das EEG erst in einem Jahr mit der Bohrung begonnen und das Kraftwerk erst in zwei oder drei Jahren errichtet, könnten sich laut Gubo neue technische Erfordernisse ergeben, die wieder eine Umplanung zur Folge hätten. „Gerade in der Geothermie geht der technologische Fortschritt sehr schnell vor sich“, so Gubo.

Vor diesem Hintergrund will der Geoenergie-Geschäftsführer erst einmal das Geschehen nach der Bundestagswahl abwarten. Bis eine verlässlichere Prognose hinsichtlich der Einspeisepreise getroffen werden kann, wird nach Gubos Einschätzungen sicherlich ein Jahr oder mehr vergehen. Er geht davon aus, dass sich erst eine Koalition bilden muss und dann die Ämter besetzt würden. Zur Diskussion stehe möglicherweise auch die Bildung eines Energieministeriums.

Erst danach werde vielleicht über den Stromeinspeisepreis diskutiert. Und dann hat Gubo die Hoffnung, dass es auch wieder Sinn machen wird, in Utting weiter zu planen. „Nach dem geltenden EEG ist die Vergütung erst sicher, sobald das erste Kilowatt eingespeist ist. Es gibt keinen Bestandsschutz für im Bau befindliche Geothermiekraftwerke oder auch für Projekte in der Bohrphase.“

Weiter betrieben wird dagegen das Projekt Kirchweidach: Hier ist man laut Gubo kurz vor dem Abschluss der Pumpversuche und es liefen noch Finanzierungsgespräche hinsichtlich des Kraftwerkbaus. Die Technik für die Wärmeabnahme stehe kurz vor dem Baubeginn und auch die Gewächshäuser würden schon gebaut

 

http://www.augsburger-allgemeine.de/landsberg/Bis-nach-der-Wahl-ist-fuer-Geothermie-Pause-id25370886.html

25.05.2013  Leserbrief Trostberger Tagblatt


Zum Geothermieprojekt in Kirchweihdach

 

Erstaunlich wie selbstsicher und bestimmend der Geschäftsführer der GEO-Energie Bayern, Herr Gubo noch vor kurzem erklärte, dass der Finanzskandal der SAM AG nur „ein Problem eines Investors aus der Schweiz sei und dass dies auf keinen Fall eine Auswirkung auf das geplante Kraftwerk in Kirchweihdach habe.

 Ich sagte Ihm bereits damals im November bei einer Info-Veranstaltung in Garching a. d. Alz:

„Als Geschäftsführer einer solchen Firma muss man schon wissen, mit wem man sich da einlässt.“

 Alles was man im Internet über das gesamte Firmengeflecht der FG- Gruppe, SAM AG und die GEO Energie Bayern in Erfahrung bringt, ist äußerst dubios und undurchsichtig.Ich frage mich, warum sich der Bürgermeister der Gemeinde Garching a. d. Alz mit einem solchen Mann einlässt und der GEO – Energie Bayern gleich einen „Freifahrtsschein“ für den Bau eines weiteren Kraftwerks in Bruck, Gem. Garching gibt. Gleiches gilt auch für das Landratsamt AÖ.Die Geothermie, zumindest die Thermische Nutzung ist mit Sicherheit die Zukunft, aber die Zeit ist noch nicht reif, derzeit sind die Risiken zu hoch ( Fracking => Spülung mit Chemikalien) das warme Thermalwasser ist in Zukunft auch noch vorhanden.Was ist, wenn es bei der Bohrung oder bei einem späteren Kraftwerksbetrieb zu einer Umweltkatastrophe kommt, wer steht dann dafür gerade? Der derzeitige Partner dürfte sich dann ebenso schnell in Luft aufgelöst haben, wie die Schweizer Millionen in deren Firmengeflecht verdampft sind.Warum muss denn in Bruck schon der gesamte Wald abgeschlagen werden, wenn das geplante Kraftwerk aufgrund der Lärmemission nicht genehmigungsfähig ist.Gepasst hätte der Standort lediglich für den Geldbeutel einiger weniger, aber auf keinen Fall für die Umwelt und die Anwohner.

Sonderhauser Christian

Dunstenstein 11, Engelsberg


21.05.2013 PNP

17.05.2013 Trostberger Tagblatt

09.04.2013

Drei Anwohner klagen gegen den Vorbescheid zur Errichtung des Geothermiekraftwerk Bruck zur Stromerzeugung vor dem Bayerischen Verwaltungsgericht München

Die Berichterstattung der Presse PNP über das Verfahren ist eher enttäuschend. Offenbar wurde hier wieder nur das Landratsamt (Hr.Zielinski) und Hr.Gubo Geschäftsführer der GeoEnergie befragt.
In diesem Verfahren wurde der Lärmgutachter und das Landratsamt von Anfang an über deren unzureichende Prüfung und das Fehlen verschiedener Lärmquellen zur Genehmigung des Vorbescheids, von den Richtern stark gerügt. Tatsächlich handelt es sich indes um einen rechtswidrigen und grob rechtsfehlerhaften Bescheid des Landratsamts Altötting. Dieses hat schließlich den Bescheid erlassen, obwohl dies rechtlich so nicht zulässig war. Es hat die immissionsschutzrechtliche Thematik völlig unzureichend bewertet. Die Richter boten ihnen an den Antrag zurückzustellen, oder es wird ein Urteil gesprochen. Nach einer kurzen Pause, nachdem sich drei Vertreter des Landratsamts, Fa.GeoEnergie Bayern und Lärmgutachter in der Ecke besprochen haben, taten sie das.

Danach erkundigten sich die Vertreter des Landratsamts bei den Richtern noch, wie sie in Zukunft einen Vorbescheid genehmigen müssen.

Die Richter erklärten, dass ein Vorbescheid bindend für den Bauantrag ist und in diesem immissionsrechtliche Vorgaben des Projekts detailllierter darzustellen seien.

Wir fragen uns nun, warum weiß das Landratsamt als Genehmigungsbehörde nicht wie detailliert ein Vorbescheid sein muss und berät sich dann auch noch mit den Beigeladenen???

Auf welcher Seite steht das Landratsamt???

Die gesamten Kosten aller Verfahrensbeteiligten  trägt das Landratsamt, also wir Steuerzahler!

19.03.2013

Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-lk-sued/sauerlach/wenn-waerme-laermmacht-

Wenn Wärme Lärm macht


Sauerlach - Das helle, surrende Geräusch des Geothermiewerks in Sauerlach wird für die Anwohner zunehmend zu einer Belastung. Tag und Nacht dröhnt es vom 500 Meter entfernten Kraftwerk über die Wiese rüber zu den Häuserreihen. Die Anwohner finden: Damit muss Schluss sein.
Lärm vom Feld: Die Geothermieanlage in Sauerlachs nah der Autobahn.

Inzwischen beschweren sich Anwohner über die hohe Lärmbelästigung.
„Der Krach geht sogar durchs geschlossene Fenster. Und das dauerhaft“, sagt
Anwohner Claude Alberth. Für ihn und viele andere klingt das Surren wir ein
Staubsauger oder eine anfahrende Straßenbahn. Das Geräusch der nahen Autobahn findet Alberth nicht so schlimm. „Die ist mal lauter und mal leiser. Nachts hört man sie eigentlich nicht.“
Im Grunde hat er nichts gegen ein solches Energiewerk, befürwortet Geothermie - nur nicht den Lärm. „Wie soll das erst im Sommer werden, wenn wir draußen sein wollen“, sagt Alberth. Mittlerweile hat sich die „Interessengemeinschaft der Anwohner zur Lärmbelästigung an der Geothermieanlage in Sauerlach“ gebildet. „Es geht nicht nur um die direkten Anwohner. Ich habe Beschwerden aus ganz Sauerlach“, sagt der Chef der Interessengemeinschaft, Thomas Friedrich.
Seit dem 10. Januar wird Strom in die Anlage in Sauerlachs Gewerbegebiet eingespeist. Immer wieder wird das Werk vom Netz genommen, um den Betriebsanlauf testen zu können. Die Stadtwerke München wollten bereits Mitte 2012 den Probebetrieb starten. Doch zu diesem Zeitpunkt war die Bohrlochpumpe beschädigt. Seit März läuft das Geothermiewerk im dauerhaften Testbetrieb. In vier Wochen soll es vollautomatisch laufen. „Da der Weg zur vollen Automatisierung schwierig ist, dauert das so lange“, sagt Projektleiter Robert Graf von den Stadtwerken.
Das störende Geräusch, sagt Graf, komme von den Antriebsmotoren der Lüfter,

die ihren Ausgang auf dem Dach der Anlage haben. Leichter Rückenwind für die Anwohner kommt vom TÜV. Im Auftrag der Projektleitung führte der Lautstärkemessungen durch. Zwar stellte er fest, dass die
gesetzliche Dezibel-Grenze nicht überschritten wird.

Dennoch handle es sich um ein sehr intensives, störendes Geräusch.

„Es geht um diese subjektiv empfundene Lästigkeit“, sagt Gemeinderat Axel Horn (Grüne).
Von den Betreibern der Anlage gibt es die Zusage, dass der Lärm in den Wohngebieten faktisch verstummen wird. „Ich bin für Geothermie“, sagt Horn: „Aber es muss auch gut gemacht werden und nicht nur gut gemeint.“
Auch die Größe des Kraftwerks führte anfangs zu Unmut bei den Bürgern. Die
Stadtwerke bestanden darauf, die Maximalhöhe von 18 Metern auszunutzen. „Wenn die Lüfter nicht auf dem Dach, sondern hinter der Anlage wären, hätten wir kein Problem“, sagt Friedrich. Laut Graf fehlt für eine solche Konstruktion der Platz. Bürgermeisterin Barbara Bogner sagt: „Es gab bereits Pläne, um die Ventilatoren ebenerdig aufzustellen.“ Die Gemeinde hätte den Stadtwerken den Platz zur Verfügung gestellt. Aber die nahmen das Angebot nicht an.
Thomas Friedrich hofft, dass es mit dem Lärm bald zu Ende geht. „Uns wurde gesagt, dass umgehend mit den Lärmschutzarbeiten begonnen wird.“ Projektleiter Robert Graf sieht das etwas anders: „Wir müssen weitere Messungen durchführen, bevor wir mit den Maßnahmen beginnen können.“ Dann werde der Lärm sukzessive abgebaut. Einige Wochen soll das noch dauern. Die Anlage muss zunächst optimal funktionieren. Dazu müssen einige Arbeitsschritte und Programmierungen aufeinander abgestimmt werden.
Immerhin so viel: Die Projektleitung hat sich zum Ziel gesetzt, dass der Lärm Ende
April für die Anwohner nicht mehr hörbar ist.

19.03.2013

Quelle: http://www.hallo-muenchen.de


Unterhaching denkt über Fremdbeteiligungen an der Geothermie nach
Potente Mitstreiter gesucht


Wie jüngst im Rahmen der Berichterstattung über den Haushalt 2013 angeklungen,
bereitet die Geothermie den Fraktionen des Unterhachinger Gemeinderats im Hinblick auf die Verabschiedung eines ausgeglichenen Haushalts derzeit ernsthafte Sorgen.
Weltweit Aufsehen erregendes Vorzeigeobjekt oder finanziell schwer wiegender Klotz am Bein? Unterhachings Räte könnten sich Fremdbeteiligungen an der Geothermie gut vorstellen.
Nicht nur die Grünen – normalerweise ja eifrige und kompetente Befürworter
alternativer Energievisionen – haben die Geothermie in Unterhaching als ein
grundlegendes Übel identifiziert, welches „für Jahrzehnte unseren finanziellen
Spielraum gravierend einengt“

(O-Ton der langjährigen Finanzreferentin der Grünen Christine Helming). In der Gemeinderatssitzung vom 27. Februar bezeichnete Helming das Projekt daher auch als „Fass ohne Boden“, dass seit dem Jahr 2008 jedes Jahr zwei Millionen Euro aus der Gemeindeschatulle (im Form von Eigenkapitaleinlagen) und im laufenden Haushaltsjahr nochmals eine Finanzspritze in Form eines Gesellschafterdarlehens in Höhe von weiteren zwei Millionen Euro „schluckt“. Da muss sogar die Grünen-Rätin Helming im wahrsten Sinne des Wortes schlucken und gibt diesbezüglich die Parole aus:
„Was wir dringend brauchen sind Visionen und konkrete Schritte, wie wir aus dieser Situation herauskommen“.
Mit konkreten Vorschlägen oder gar Visionen wartete Helming allerdings in besagterSitzung noch nicht auf.

Besagte Aufgabe übernahm schließlich die FDP-Fraktion mit ihrem Antrag, nach entsprechenden Beratungen zu den Aussichten und den Auswirkungen der Geothermie auf die Gemeinde im Gremium eine Grundsatzentscheidung zu fällen, ob neben der Gemeinde noch weitere Gesellschafter und Investoren gesucht und beteiligt werden sollen.
Bevor die FDP mit ihrem Antrag auf den Plan trat,

hatten auch SPD-Finanzreferent Peter Wöstenbrink und Christian Dollinger (als Finanzexperte der CSU-Fraktion) inSachen Geothermie deutliche und kritische Worte gefunden.

So machte Wöstenbrink neben veränderten Rahmenbedingungen wie der Energiewende oder der vom Bundesumweltminister Peter Altmaier mit „heißer Nadel gestrickten sogenannten Strompreis-Bremse“, die eine Mehrbelastung bei Großverbrauchern und Anbietern von Pumpen-Strom zur Folge hat, vor allem den Mangel an leistungsfähigen Thermalwassertiefpumpen dafür verantwortlich, dass „die Einführung und der erfolgreiche Betrieb unserer Geothermie trotz der finanziellen Leistungsfähigkeit unserer Gemeinde ein Kraftakt ist“. Auch Wöstenbrink vertrat die Ansicht, dass die Geothermie der Gemeinde Unterhaching „in Zukunft nicht jeden Gestaltungsraum nehmen darf.“
Christian Dollinger stelle zwar erst einmal klar, dass die CSU-Fraktion im
Unterhachinger Gemeinderat „grundsätzlich voll und ganz hinter unserem Geothermie-Projekt steht“, allerdings wetterte er nach zwei positiv-aufmunternden Sätzen im Hinblick auf die gut funktionierende Wärmeversorgung der Unterhachinger Haushalte und Gewerbetreibenden durch geothermische Energie und den damit verbundenen „bundesweit vorbildlichen“ Kohlendioxid-Einsparungen (CO2) vor allem gegen Alt- Bürgermeister und Geothermie-Pionier Erwin Knapek.
Nicht nur Dollinger und die CSU bezeichnen die bis dato noch nicht wie geplant
angelaufene Stromerzeugung als einen „großen Wermutstropfen“ und vertreten die
Auffassung, dass das von Erwin Knapek vorgelegte Konzept zur Stromerzeugung
schlichtweg gescheitert sei: „Das Erbe, welches uns Herr Dr. Knapek hier hinterlassen hat, ist eine große Belastung für die Gemeinde und keine wie von ihm propagierte Gelddruckmaschine“, merkte der CSU-Finanzexperte hierzu an.
Zum Wohl der Gemeinde
Auch 3. Bürgermeister Thomas Jäger ließ keinerlei Zweifel daran erkennen, dass in die Geothermie viel Geld investiert wurde und noch wird, welches der Gemeinde an
anderer Stelle für wichtige Aufgaben und Projekte abgeht. Der FDP-Rat sprach in
diesem Zusammenhang vor allem von der zu geringen Eigenkapitaldecke, die einem 19.03.13 Unterhaching denkt über Fremdbeteiligungen an der Geothermie nach raschen Ausbau des Wärmenetzes und der damit einhergehenden und dringend notwendigen Ertragssteigerung im Weg stehen würde.
Weil man seitens der FDP jedoch der Auffassung ist, dass die Versorgung durch
Erdwärme durchaus eine Erfolgsstory ist, will man hier mit Hilfe weiterer Investoren
und oder Gesellschafter die finanzielle Last auf mehrere Schultern verteilen.
Die FDP spricht sich dafür aus, einen Investor mit an Bord zu nehmen: „Die Beteiligung eines Investors erscheint in diesem Zusammenhang als zweckmäßig und geboten.“
Aufgrund der „einmaligen Chance“, eine für die Gemeinde äußerst vorteilhafte
Beteiligung zu erzielen, sei hier rasches Handeln und Agieren durchaus angebracht. Das Fazit der FDP fällt entsprechend aus: „Für die Gemeinde und im Sinne der Geothermie, machen wir den Weg frei und stellen die Weichen für eine Beteiligung.“
Besagter Antrag wird die Gemeinde Unterhaching wohl die nächsten Wochen und
Monate beschäftigen, zumindest dann, wenn sich der Gemeinderat in einer der
folgenden Sitzungen für die Beteiligung aussprechen sollte. Die jeweiligen
Stellungnahmen der Finanzexperten lassen hier durchaus den Schluss zu, dass sich in Unterhaching eine (wenn nicht gar deutliche) Mehrheit dafür ausspricht, die finanzielle Last durch die Geothermie auf mehrere Schultern zu verteilen. Natürlich immer zum Wohle der Gemeinde und anderer wichtiger Aufgaben wie beispielsweise der bedarfsgerechten Kinderbetreuung; worauf man dann also mehr als gespannt sein darf.

16.03.2013 Trostberger Tagblatt

Vorbehalte zur Geothermie

 

Gemeinderäte üben heftige Kritik an dem in der Nachbargemeinde geplanten Kraftwerk

 

Engelsberg gg). Wenig Begeisterung zeigten die Engelsberger Gemeinderäte bei ihrer jüngsten Sitzung zum Thema Geothermie. Zum einen werden Belästigungen aus dem an der Gemeindegrenze zu Garching geplanten Kraftwerk befürchtet, zum anderen wurde auch die Sinnhaftigkeit dieser Technik in Frage gestellt. Alle Bedenken sind in einer einstimmig verabschiedeten Stellungnahme der Gemeine zusammengefasst worden.

 

Wieder einmal sehr gut besucht war die März-Sitzung des Engelsberger Gemeinderates. Grund war dafür die Stellungnahme der Gemeinde Engelsberg zum Hauptbetriebsplan für die Erschließung von Erdwärme am Projektstandort Bruck der Gemeinde Garching. Die Anlieger und Gegner dieses Projekts wollten sich über die Stellungnahme der Gemeinde Engelsberg in der Sitzung sozusagen „aus erster Hand“ persönlich informieren.

Die Gemeinde Engelsberg ist betroffen vom Projekt Geothermie der Gemeinde Garching in Bruck, weil das Projekt an der Grenze liegt. Die Engelsberger Ortschaften Straß, Offenheam, Dunstenstein, Wiesmühl, Starfling und Höbering könnten als „Anlieger“ möglicherweise vom Lärm oder den von manchen befürchteten „kleinen Erdbeben“ betroffen sein.

Das Verfahren werde in zwei Stufen geteilt, so der Bürgermeister Martin Lackner. Die Bohrung sei Sache des Bergamtes, das Bauwerk mit Betriebsgebäude müsse dagegen vom Landratsamt genehmigt werden. Das Projekt könne auf der Internetseite des Bergamtes angeschaut werden. Jeder Bürger habe auch das Recht, sich dazu schriftlich zu äußern.

„Wir Engelsberger“, so Lackner, „können auf die Genehmigung der Gemeinde Garching

 

Schmutzwasser abgelehnt

 

keinen Einfluss nehmen. Jedoch wird die Gemeinde auf gar keinen Fall die Schmutzwasserabnahme machen, denn dann wäre das Klärwerk überlastet.“ Die Gemeinde werde daher der Schlammabnahme widersprechen; dies komme auf keinen Fall in Frage. Den betroffenen Anliegern dürften keine Nachteile entstehen, sagt der Bürgermeister weiter. So müsse unbedingt ein Beweissicherungsverfahren aufgenommen werden, um mögliche Schäden an den Wohnhäusern zu dokumentieren.

Die Schallausbreitung müsse außerdem richtig ablaufen, so Lackner, die Werte dürften auf keinen Fall überschritten werden, was insbesondere auch für die Tiefenfrequenztöne gelte. Natürlich dürfte auch die Wasserversorgung der Gemeinde nicht gefährdet werden, und die Bohrarbeiten „rund um die Uhr“ würden nicht gestattet. Die Nachtruhe sowie die Sonntags- und Feiertagsruhe müssten eingehalten werden.

Damit stellte Bürgermeister Lackner das Thema zur Diskussion. Da ging es dann im Gemeinderat ziemlich emotional zu. Man hatte den Eindruck, dass so gut wie alle der Gemeinderäte gegen das Projekt eingestellt sind. Karl Scheitzeneder etwa war der Meinung, die Gemeinde müsse alles tun, um „unsere Bürger vor Schaden zu schützen“.

Der Bürgermeister machte in dem Zusammenhang nochmals darauf aufmerksam, dass „wir das Projekt nicht ablehnen können – wir können unsere Belange kundtun“. Das Bergbaugesetz sei halt so, dass hier zeimlich an die Wirtschaft gedacht wurde, so Lackner. Franz Gsinn merkte an, die Geothermie komme unter dem Deckmantel des Umweltschutzes daher, was gar nicht stimme. Der Wirkungsgrad von 10 Prozent sei eher gering, und die Zeche zahle der Strombezieher. Das sei nicht in Ordnung. Ebenso fand er es nicht in Ordnung, dass die Nutznieser die Investoren sind, in diesem Fall ein englischer Hedgefonds.

Außerdem sei der Lärm für die betroffenen Bürger unzumutbar, zumal eine „24-Stunden-Bohrung“ geplant sei. Nicht zu übersehen sei

 

24-Stunden-Bohrung

 

Auch die Gefährdung durch Mikroerdbeben. Die Gemeinde Engelsberg soll ein Signal setzen, so Gsinn, „dass wir gegen die Bohrung in Bruck sind“.

Sigrid Gradl sagte, sie habe gar kein Vertrauen, worauf Gsinn ihr bestätigte: „Das hat keiner“. Dr. Peter Aigner wünschte sich eine objektive Stellungnahme der Gemeinde, aber die subjektive Ablehnung des Projektes kam sehr deutlich heraus. So wurde dann abgestimmt und einstimmig die Stellungnahme beschlossen. 


15.03.2013

 

Geothermie Kirchweidach bekommt Hilfe aus München


Kirchweidach (ckl). Zwar lassen die Pumptests weiter auf sich warten, im Hintergrund aber geht es auf der Geothermie-Baustelle Kirchweidach heiß her. Vergangene Woche unterzeichneten Betreiber und Gemeinde den Vertrag zur Wärmelieferung (wir berichteten), zudem wurde jetzt bekannt, dass die Stadtwerke München mit ins Boot kommen sollen.

In Riem und in Sauerlach betreiben die Münchner Geothermie-Projekte. Grund genug für die Geoenergie Kirchweidach, sich ihren Erfahrungsschatz zu sichern. Sowohl beim Bau des Kraftwerks als auch beim Genehmigungsverfahren sollen die Stadtwerke ihr Wissen einbringen. Zugleich werden sie für fünf Jahre den Betrieb übernehmen – Wartungsarbeiten, Prüfungen und Revisionen inklusive.

Mehrere größere Firmen habe man angeschrieben, erklärt Geoenergie-Geschäftsführer Bernhard Gubo auf Anfrage. Die Stadtwerke hätten sich als geeignetster Partner herausgestellt. Alleine könnte man die Leistungen nicht erbringen.

Wann genau die Stadtwerke aktiv werden, ist noch offen. Anfang kommender Woche sollendie immer wieder abgebrochenen oder verschobenen Pumptests erneut starten. Drei Wochen sollen sie dauern und am Ende zeigen, mit welchen Wassermengen und Temperaturen zu rechnen ist. Die Pumptests sind vom Bergamt vorgeschrieben und Voraussetzung für das geplante Kraftwerk.

Dessen Bau soll nach derzeitigem Stand im Herbst starten. Eigentlich hätte das Kraftwerk da bereits ans Netz gehen sollen. Technische Defekte hatten die Sache allerdings immer wieder verzögert. Aktuell rechnen die Verantwortlichen mit dem Betriebsstart für Anfang 2015, ein Jahr später als es vor kurzem noch geheißen hatte.

Finanziell soll das Projekt immerhin auf einigermaßen sicheren Füßen stehen. Im November hatte der Anzeiger mit einem Artikel über zweifelhafte Hintergründe für Wirbel gesorgt. Anlass waren die Geschäfte der Schweizer SAM AG. Das Unternehmen ist indirekt mit 23,75 Prozent an den Bohrungen in Kirchweidach beteiligt. Weil es keine Lizenz besaß, nahm die Schweizer Börsenaufsicht die Gesellschaft Anfang 2012 vom Markt.

Seit wenigen Tagen ist klar, dass die Befürchtungen in Sachen SAM AG berechtigt waren. Nach Angaben der Börsenaufsicht hat das Unternehmen noch einen Wert von 4,765 Millionen Schweizer Franken. Dem gegenüber stehen Verbindlichkeiten in Höhe von rund 83 Millionen Franken. Die rund 4500 Anleger müssen sich auf erhebliche Verluste einstellen. Das Konkursverfahren läuft seit Ende Februar.

Als Hauptgläubiger gilt die Regensburger FG-Firmengruppe. Sie ist mit 50 Prozent am Kirchweidacher Projekt beteiligt. Den durch die SAM-Pleiteausbleibenden Geldsegen soll FG weitgehend gemeistert haben. Zwar kam es in einzelnen Unternehmensteilen zu Entlassungen, Insolvenzen aber blieben offenbar aus.

Auswirkungen auf das Kirchweidacher Vorhaben befürchten weder Geoenergie-Chef Bernhard Gubo noch Vertreter der FG-Gruppe. Das Geld der SAM AG sei ohnehin nur für die Bohrungen gedacht gewesen und diese seien weitgehend abgeschlossen. Die Finanzierung des Kraftwerks werde auf herkömmlichem Weg erfolgen – etwa über Bankenkredite. Egal, wer die SAM-Anteile am Kirchweidacher Projekt übernimmt, vertraglich sei alles so geregelt, dass der Fortbestand gesichert ist, so Gubo.

Tatsächlich ist unklar, was mit den 23,75 Prozent der SAM geschehen wird. Denkbar ist, dass die FG-Gruppe die Anteile übernimmt. Dass infolge der Zusammenarbeit auch die Stadtwerke München als Investor einsteigen könnten, will die Münchner Zentrale nicht bestätigen. „Wir haben nur einen Betriebsführungsvertrag“, heißt es seitens der Presseabteilung.

Nach Informationen der Lokalzeitung hat die SAM AG nur einen Bruchteil der versprochenen Einlagen erbracht. Damit dürften bei einer Übernahme kaum Forderungen anfallen. Einen tatsächlichen Wert gibt es bislang nicht, schließlich ist das Kraftwerk weder gebaut noch am Netz.

Doch die SAM-Anteile sind nicht der einzige Punkt, der den früheren Partner FG beschäftigt. Die Gesellschaft muss den weitestgehenden Rückzug ihres Hauptakteurs verarbeiten. Gegenüber der Lokalzeitung bestätigte Gesellschafter Florian Fritsch, dass er einen Großteil seiner Geschäftsführer-Tätigkeit abgegeben hat. Er selbst zeichne nur noch für die Elektroniksparte verantwortlich, nicht mehr für den Geothermiebereich. Als Grund nannte Fritsch, dass er mit den Folgen eines vor zwei Jahren geschehenen Unfalls zu kämpfen habe. Er wolle künftig kürzer treten. Für Kirchweidach sehe er dennoch keine Probleme – und auch darüber hinaus nicht. „Sie werden in der Region in Kürze noch einiges von uns hören“, sagte er vielversprechend.



Artikel publiziert am: 28.02.2013 - 14.08 Uhr
Artikel gedruckt am: 01.03.2013 - 15.46 Uhr
Quelle: http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-lk-sued/unterhaching/geothermie-fass-ohne-boden-
2775260.html
„Geothermie ein Fass ohne Boden“
Unterhaching - Bei der Haushaltsdebatte im Unterhachinger Gemeinderat rechnen die Fraktionen mit Altbürgermeister Knapek ab.
Hofft auf Innovationen bei der Technologie:

Geothermie-Geschäftsführer Wolfgang Geisinger. Foto: Dpa
Das einstige Vorzeigeprojekt hat sich um kaum kalkulierbaren Kostenfaktor entwickelt: Die Geothermie Unterhaching verschluckt gewaltige Summen, allein für 2013 muss die Gemeinde vier Millionen Euro zuschießen. Geld, das anderswo für Investitionen fehlt. Bei der Haushaltsdebatte im Gemeinderat (die Verabschiedung erfolgte mit einer Gegenstimme) äußerten alle Fraktionen in teils scharfer Wortwahl ihre Sorge.
Das Problem liegt nicht in der Fernwärme, die - im Verbund mit Grünwald - bestens
funktioniert und 5000 Unterhachinger Haushalte versorgt, sondern in der
Stromerzeugung. Für diese ist das Geothermiekraftwerk nach der Idee von
Altbürgermeister Erwin Knapek (SPD) aber einst gebaut und 2007 in Betrieb genommen worden. Dieses Konzept sei „schlicht gescheitert“ und stelle eine „immense Belastung“ dar, monierte Christian Dollinger. Der ursprüngliche Plan, über die Stromerzeugung Einnahmen zu generieren, sei falsch gewesen: „Das Erbe, das Herr Dr. Knapek hier hinterlassen hat, ist eine große Belastung für die Gemeinde und keine - wie von ihm propagierte - Gelddruckmaschine.“
„Geothermie ein Fass ohne Boden“ | Print http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-lk-sued/unterhaching/ge...
Grünen-Chefin Christine Helming bezeichnete die Geothermie als „Fass ohne Boden“ und mahnte: „Wir brauchen dringend Visionen, um aus dieser Situation herauszukommen. Es kann nicht angehen, dass die Geothermie für Jahrzehnte unseren finanziellen Spielraum einengt wie derzeit.“
Selbst aus der SPD kam, bei aller Liebe zum Altbürgermeister und zu dessen Ökologie-Gedanken, Kritik. Es müsse „ehrlich eingestanden werden, dass die Geothermie in der geplanten Dimension nicht realisiert werden konnte“, rechnete SPD-Finanzreferent Peter Wöstenbrink vor. Vor allem dürfe „uns die Geothermie in Zukunft nicht jeden Gestaltungsspielraum nehmen“.
Laut Geothermie-Geschäftsführer Wolfgang Geisinger liegt das Problem darin, dass seit vier Jahre die technologische Entwicklung bei den Pumpen stagniert.
Martin Becker (weitere Hintergründe und warum es bei der Geothermie hakt: am Freitag in der Print-Ausgabe)
Artikel lizenziert durch © merkur-online
Weitere Lizenzierungen exklusiv über http://www.merkur-online.de
„Geothermie ein Fass ohne Boden“ | Print http://www.merkur-online.de/lokales/muenchen-lk-sued/unterhaching/ge...
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Das war das Brucker Holz, die vielen Arten von Tieren sind umgezogen, die dafür bestimmten Kästen werden erst noch von den 4 Garchinger Kindergärten bunt bemahlt, und danach aufgehängt. Hoffendlich haben die vielen Tiere diesen Winter überlebt!

23.02.2013

 

Sehr geehrter Staatsminister Dr. Marcel Huber

Ich bedanke mich herzlich für ihre Antwort

Leider konnten Sie mir meine Bedenken nicht ausräumen, da in der Tiefen Geothermie, scheinbar doch mit ähnlichen Techniken und Mitteln, vergleichsweise mit Fracking Methoden zur Erschließung von unkonventionellen Erdgaslagerstätten gearbeitet wird (siehe unten). Ich bitte Sie ihre Haltung zu Fracking bzw. Stimmulation bei der Tiefen Geothermie nochmals zu überdenken. Offensichtlich wird hier nicht anders vorgegangen, als bei der Erdgasgewinnung. Da unser Landrat Erwin Schneider nicht auf unsere Anfrage reagiert, bitte ich Sie nochmals um Stellungnahme oder diesen dazu bewegen eine solche abzugeben.

Hochachtungsvoll

Linner Heribert


BR – “Fracking” wie in den USA (Geothermie Kaufbeuren / Mauerstetten) 

Bayerischer Rundfunk 20.02.2013

Geothermiebohrungen
Umstrittenes Forschungsprojekt bei Kaufbeuren

Das Bergamt Südbayern hatte die Stadt als direkt betroffenen Anlieger im Rahmen des Genehmigungsverfahren für das Projekt um Stellungnahme gebeten. “Fracking” wie in den USA 

Die Betreiberfirma will an dem Bohrloch zwischen Mauerstetten und Kaufbeuren eine neue Technik testen, die in ähnlicher Form als “Fracking” bei Erdöl- und Erdgasbohrungen – vor allem in den USA – zum Einsatz kommt. Mit hohem Druck sollen Wasser, Chemikalien und Sand in den Boden gepumpt werden, um das Tiefengestein aufzubrechen. Durch die entstandenen Risse könnte Wasser aus der Umgebung zum Bohrloch fließen und die bislang erfolglose Suche nach heißem Tiefenwasser in Mauerstetten so doch noch zum Erfolg führen.

Bayerischer Rundfunk zum Geothermie-Fracking Mauerstetten

 

http://www.br.de/nachrichten/schwaben/geothermie-kaufbeuren-100.html

22.02.2013


 Der Wald ist gefällt!!!



 

22.02.2013

 Informationen zur Erdwärme-Nutzung 



Garching. Eine öffentliche Informationsveranstaltung zu Geothermie bietet der SPD-Ortsverein am Samstag, 23. Februar, im Gasthaus "Zum Wirtssepperl" an (wir berichteten). Der Beginn muss allerdings von 15 auf 16 Uhr verschoben werden. Als Referent konnte Dr. Erwin Knapek gewonnen werden. Er ist Physiker, war von 1996 bis 2008 Bürgermeister der Gemeinde Unterhaching, wo eine Geothermie-Versorgung aufgebaut wurde, und ist heute Vizepräsident des Bundesverbands Erneuerbare Energien sowie Vorsitzender des Wirtschaftsforums Geothermie. Dr. Knapek wird sich den Fragen der Zuhörer stellen.

20.02.2013 PNP

Rodung für Geothermie-Projekt beginnt



Garching. In den nächsten Tagen beginnen im Brucker Holz, dem ersten Standort für das Geothermie-Projekt Garching, die Rodungsarbeiten, die zirka eine Woche dauern werden.

Das rund 2,7 Hektar große Gelände zwischen Alzkanal und Bundesstraße 299 besteht vorwiegend aus einer anfälligen und bereits teilweise durch den Borkenkäfer geschädigten Fichten- und Kiefer-Monokultur. In Abstimmung mit dem Forstamt Töging und der Unteren Naturschutzbehörde Altötting findet die Fällung noch vor Beginn der Vogelbrutzeit statt.

Sämtliche Bäume dieses Areals wurden zudem bereits frühzeitig darauf kontrolliert, ob sie als Schlafplatz für Fledermäuse oder Unterschlupf für weitere Waldbewohner dienen könnten und rechtzeitig entfernt. Parallel dazu verteilte die GEOenergie Bayern GmbH im vergangenen Herbst neue Überwinterungsquartiere für Fledermäuse im angrenzenden Gebiet. Dort wird die Betreibergesellschaft, die GEOenergie Bayern GmbH, kurz vor Beginn der Vogelbrutzeit rund 50 neue Nistkästen aufhängen, die von Mädchen und Buben der vier Garchinger Kindergärten bemalt werden.

Auch die Ersatzaufforstung, die innerhalb eines Jahres auf dem Gemeindegebiet in gleicher Größe mit ökologisch hochwertigem Mischwald erfolgt, ist mit den Behörden abgestimmt.

Die GEOenergie Bayern GmbH plant in Garching ein Geothermie-Projekt zur Strom- und Fernwärme-Erzeugung (wir berichteten). Mit den beiden vorgesehenen Kraftwerken mit je einer Leistung von 6,5 Megawatt (MW) können rund 16 000 Haushalte mit ökologisch erzeugtem Strom versorgt werden. Neben der Stromerzeugung ist auch eine Wärmeauskopplung zum Heizen mit insgesamt 80 000 Megawattstunden (MWh) pro Jahr möglich. Allein 40 000 MWh würden ausreichen, um Garching mit Wärme zu versorgen.

Der Beginn der Bohrarbeiten ist für Ende des Jahres geplant. 

19.02.2013

Heute um 18.00Uhr ist der Harvester angekommen. Die Fällung des Wald hat heute Nacht begonnen!!!

 


19.02.2013

 

Herr Staatsminister Dr. Marcel Huber hat uns gebeten, Ihnen für Ihr Schreiben vom 20.01.2013, in dem Sie sich ganz allgemein gegen Fracking-Technologien aussprechen, zu danken und Ihnen zu antworten.
Wie Sie in Ihrem Schreiben zutreffend feststellen, lehnt Herr Staatsminister Dr. Huber die Fracking-Technik bei der Erdgasgewinnung wegen der bislang nicht abschätzbaren und dadurch nicht auszuschließenden Risiken hinsichtlich schädlicher Auswirkungen auf die Umwelt, insbesondere auf das Grundwasser, ab. Dies betrifft vor allem die systematische, flächenhafte Anwendung der Fracking Methoden zur Erschließung von unkonventionellen Erdgaslagerstätten, bei der neben Wasser in großem Umfang auch umwelttoxische Zusätze zum Einsatz kommen würden und die Beseitigung von Disposalwässern in großem Umfang große Probleme bereiten würde. Diese Haltung wird auch in Zukunft so lange beibehalten, bis wissenschaftlich belegbar vertretbare Techniken und entsprechende schadlose Zusatzstoffe zum Einsatz kommen.
Tiefe Geothermievorhaben sind bei der Umsetzung der Energiewende ein wichtiger Baustein, technisch durchführbar und grundsätzlich aus umweltfachlicher Sicht zu verantworten. Erforderliche Ertüchtigungsmaßnahmen bei der Erschließung hydrothermaler Wässer durch Bohrungen sind nicht mit Frackingmethoden bei unkonventioneller Gasgewinnung vergleichbar, sind wasserrechtlich zu behandeln und unter Einhaltung entsprechender Auflagen und Bedingungen fachlich und rechtlich vertretbar.     
Für tiefe Geothermievorhaben sind rechtlich die Bergbehörden zuständig. Die wasserrechtlichen Vorgaben sind in den einschlägigen Gesetzen - Wasserhaushaltsgesetz (WHG) und Bayerisches Wassergesetz (BayWG) - verankert. Diese sind im Zusammenhang mit den Vorhaben bei der Erschließung von Erdwärme zu beachten. Für die wasserwirtschaftliche Begutachtung wird von den Bergbehörden regelmäßig das hierfür zuständige Bayerische Landesamt für Umwelt eingeschaltet. Analog verhält sich dies bei naturschutzrechtlichen und -fachlichen Belangen.
Die von Ihnen angesprochenen Themen Zuverlässigkeit und Haftungsproblematik liegen in der Zuständigkeit des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.
Wir hoffen, dass wir Ihre Bedenken ausräumen konnten.


Mit freundlichen Grüßen

Birgit Haas

Servicestelle
im Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Gesundheit Rosenkavalierplatz 2 81925 München 

12.02.2013

Die Anwohner  haben Post von der Regierung Oberbayern bekommen.

 

Vollzug des Bundesberggesetzes

Hauptbetriebsplan zur Errichtung eines Bohrplatzes und zum Abteufen der

Bohrung "Bruck GT1"

 

http://www.regierung.oberbayern.bayern.de/aufgaben/allgemein/planfeststellung/verfahren/bergbau/09255/

 

21.01.2013

Die Bürgerinitiative Brucker Holz schreibt einen offenen Brief an den Landrat von Altötting und an den Umweltminister von Bayern, mit der Bitte die wasserrechliche Genehmigung zu verhindern. Die Briefe und Antworten werden auf unserer Seite veröffendlicht!

 

 

Auch sie können ganz einfach mit unserem Musterschreiben beiden einen vorgefertigten Brief schreiben!

download hier




19.01.2013

Leserbrief aus dem Trostberger Tagblatt



13.01.2013

Verschiedene Anwohner des geplanten Projekts haben gegen den Vorbescheid über das Bauvorhaben des Kraftwerks in Bruck, Klage gegen den Freistaat Bayern beim Verwaltungsgericht München eingereicht.

Wir wünschen ihnen viel Erfolg!




22.12.2012   aus der Presse PNP


Geothermie: Appell für bedachtes

Vorgehen

 

Bürgerinitiative Brucker Holz meldet sich in Gemeinderatssitzung zu Wort



Garching. Einen Appell, sich mit dem Geothermie-Projekt in Bruck Zeit zu lassen und keine überstürzten Beschlüsse zu fassen, hat die Bürgerinitiative Brucker Holz an Bürgermeister und Gemeinderat in dessen öffentlicher Sitzung am Dienstagabend gerichtet. Die Erdwärme stehe in fünf Jahren auch noch zur Verfügung.

Das Projekt wird nicht von der Gemeinde, sondern von GEOenergie Bayern betrieben. Dieses Unternehmen hat sich dafür die Grundstücke und die Bergrechte gesichert. Die Gemeinde habe das Geothermie-Projekt seit 2004 im Auge und sich selbst schon einmal um Bohrrechte bemüht, wenn auch vergebens, erläuterte Bürgermeister Wolfgang Reichenwallner. Der Gemeinderat befürworte das Projekt, das für Garching mit Stromerzeugung und möglicher Restwärmenutzung eine Chance darstelle.

Christian Sonderhauser erläuterte nochmals die Bedenken der Bohrstellen-Nachbarn, die diese bereits in der Informationsveranstaltung am 27. November im Gasthaus "Zum Wirtssepperl" vorgebracht hatten (wir berichteten). Die Befürchtungen richten sich auf mögliche Mikrobeben aufgrund der Bohrungen, auf Lärmemissionen, die Verwendung umwelt- und gesundheitsschädlicher Kühlmittel im Kraftwerksbetrieb bzw. Spülmittel für die Bohrleitungen, auf den Wertverlust von Immobilien usw. Der Vorschlag lautete, mit der Bohrstelle weiter von den Häusern abzurücken (derzeit geplanter Abstand: rund 200 Meter), weil die Landepunkte der Bohrung ohnehin sehr weit entfernt seien.

Nach Ansicht Sonderhausers habe das Wasser nach Durchlaufen des Kraftwerks nur noch eine Restwärme von 30 bis 35 Grad, was für eine Fernwärmenutzung sehr wenig sei. Außerdem sei die Stromerzeugung ineffizient: Für die Erzeugung von sechs MW würden zwei bis drei MW Industriestrom benötigt.

Keine Zusage fürFernwärmeversorgung Eine Zusage, dass die Anwohner mit Fernwärme versorgt würden, konnte Reichenwallner auf Nachfrage einer Anwesenden nicht geben, da die Gemeinde derzeit erst ein Wärmekataster erstellen lasse, ob eine Fernwärmeversorgung in Garching überhaupt wirtschaftlich umgesetzt werden könne. Warum kauft die Gemeinde den Bohrgrund nicht, um Einfluss auf weitere Entscheidungen zu haben, lautete eine weitere Frage. Reichenwallner entgegnete, die Gemeinde hätte davon nichts, weil sie kein Bohrrecht habe.

Außerdem wurde von der Bürgerinitiative das von GEOenergie vorgelegte Lärmgutachten für das geplante Kraftwerk angezweifelt, das besage, dass die vorgeschriebenen Lärmgrenzwerte eingehalten würden. Reichenwallner wies darauf hin, dass dieses Gutachten von einem vereidigten Büro erstellt sei. Er selbst könne die ermittelten Werte nicht beurteilen. Er sagte aber zu, GEOenergie-Geschäftsführer Bernhard Gubo hinsichtlich eines zweiten Lärmgutachtens und eines Erschütterungsgutachtens anzusprechen.

Außerdem werde er nochmals darauf hinwirken, dass der von Gubo in der Informationsveranstaltung versprochene Besuch eines Kraftwerks erfolgt. Dort sollen die betroffenen Bürger sich bei laufendem Betrieb selbst ein Bild davon machen können, welchen Lärm die Lüfter erzeugen, die baugleich für Garching vorgesehen wären.


Dienstag 18.12.2012  18.30Uhr

öffendliche Gemeinderatssitzung im Garchinger Rathaus zu dem Thema Bürgerfragen

Treffen wäre um 18.15Uhr vor dem Rathaus.

Bitte kommt alle und überlegt euch im Vorfeld wie wir den Gemeinderat umstimmen können.

10.12.2012

Das Landratsamt Altötting , Untere Bauaufsichtsbehörde schickt an einzelne  Anwohner einen Vorbescheid zum Bauvorhaben "Errichtung eines Geothermiekraftwerkes". 

Es ergeht also ein Vorbescheid ohne Einspruchmöglichkeit für die beroffenen Anwohner, bevor das Bergbauamt in München die Genehmigung zum Bohren erteilt hat. 

Weshalb nur ein paar Anwohner durch diesen Vorbescheid informiert wurden und andere nicht ist nicht klar.

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